Wenn fünf stürzen, freut sich die Sechste

Die Schweizerin Nadine Fähndrich gewinnt in Schweden ein FIS-Rennen. Weil sich die Konkurrenz gleich selbst aus dem Weg räumt.

Erbt den Sieg nach einem Massencrash: die Schweizerin Nadine Fähndrich. (Video: SRF)

Eigentlich schien das Rennen für Nadine Fähndrich gelaufen. Sie lief auf Rang sechs, ein kleiner Abstand zwischen ihr und den Läuferinnen vor ihnen. Dann aber passierte das Unerwartete. Die fünf Fahrerinnen vor Fähndrich räumten sich gleich selbst aus dem Weg, Fähndrich erbte und gewann das Fis-Rennen in Schweden (Video oben).

Die Situation erinnert an eine legendäre Szene der olympischen Winterspiele. 2002 in Salt Lake City holte der Australier Steven Bradbury überraschend die Goldmedaille im Shorttrack. Dies, nachdem er gleich mehrfach grosses Glück beanspruchte. Beziehungsweise die anderen Athleten viel Pech. In den Halbfinal kam Bradbury nur, weil einer seiner Konkurrenten disqualifiziert wurde, in den Final, weil drei Läufer stürzten.

Diesen Final gewann Bradbury dann. In der letzten Runde des Rennens lag er abgeschlagen hinten, ohne Chance auf eine Medaille. Doch wie bei Fähndrich räumten sich die vier Konkurrenten in der letzten Kurve vor der Ziellinie gleich selbst aus dem Weg. Bradbury fuhr locker vorbei und holte Gold. Es war die erste australische Goldmedaille an Winterspielen.

mro

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