Walchhofers doppelter Triumph

Der Österreicher gewinnt die zweite Abfahrt in Kvitfjell und löst Didier Cuche (7.) als Leader im Abfahrts-Weltcup ab. Beat Feuz steht erneut auf dem Podest.

Erfolgreicher Tag: Michael Walchhofer siegt in Norwegen und führt wieder im Abfahrts-Weltcup.

Erfolgreicher Tag: Michael Walchhofer siegt in Norwegen und führt wieder im Abfahrts-Weltcup.

(Bild: Reuters)

Beat Feuz bestätigte seinen überraschenden ersten Weltcupsieg eindrücklich. 24 Stunden nach dem grossen Triumph stand der 24-jährige Emmentaler als Dritter hinter den beiden Österreicherin Michael Walchhofer und Klaus Kröll erneut auf dem Podest. Feuz fehlten letztlich 0,31 Sekunden, um seinen Coup vom Vortag zu wiederholen. Er durfte mit seiner Vorstellung dennoch vorbehaltlos zufrieden sein.

Der Mann des Tages hiess dieses Mal aber Michael Walchhofer. In der zweitletzten Weltcup-Abfahrt seiner Karriere feierte der 35-Jährige den 14. Sieg in der Königsdisziplin, den ersten in Kvitfjell. Damit riss Walchhofer die Führung in der Disziplinen-Wertung an sich. Er machte 100 Punkte, Didier Cuche als Siebter nur deren 36.

Spannendes Finale auf der Lenzerheide

Der Weltmeister von 2003 liegt vor dem Finale am nächsten Mittwoch auf der Lenzerheide nun 14 Punkte vor Cuche. Klaus Kröll hat als Dritter schon 79 Punkte Rückstand auf den neuen Leader. Walchhofer und Cuche jagen ihre jeweils vierte Kristallkugel für den besten Abfahrer des Winters. Mehr Gesamtsiege, nämlich deren fünf, kann nur Franz Klammer vorweisen.

Didier Cuche war am Tag, nachdem ihn die Fis mit 5000 Franken gebüsst hatte, im oberen Teil sehr schnell unterwegs, büsste bis ins Ziel aber noch einige Zehntel ein. Walchhofer war fast eine Sekunde schneller. Patrick Küng liess dem 8. Platz vom Freitag einen hervorragenden 5. folgen. Der Glarner klassierte sich unmittelbar vor Carlo Janka. Ambrosi Hoffmann wurde Zehnter, Marc Gisin 16. Mit vier Athleten unter den ersten sieben und fünf in den Top Ten war das Schweizer Mannschafsresultat erneut sehr gut.

Kostelic gewinnt die grosse Kugel

Ivica Kostelic steht nach seinem 21. Rang auch mathematisch als Gewinner des Gesamtweltcups fest. Fünf Rennen vor Schluss liegt der Kroate 518 Punkte vor Didier Cuche. Kostelic hat geschafft, was seiner Schwester Janica 2001, 2003 und 2006 gelungen war. Für Kostelic geht damit ein Traum in Erfüllung, wollte er doch immer ein grosser Allrounder werden.

fal/si

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