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Und wieder ein Schweizer Debakel

Die Schweizer Riesenslalom-Fahrer enttäuschen in Adelboden schwer. Es siegt der Slowene Zan Kranjec.

Hier vergibt Loïc Meillard das erste Schweizer Podest in Adelboden seit 2008: Er fällt im Riesenslalom vom dritten auf den 17. Schlussrang zurück. (Quelle: SRF)

Und wieder nichts. Und wieder ein Debakel. Und wieder eine schallende Ohrfeige. Adelboden ist, wenn die Schweizer hinterherfahren. Und wie sie das taten im Riesenslalom: 17. Loïc Meillard, 20. Daniele Sette, 22. Cédric Noger, 24. Justin Murisier. Die Stimmung nach Meillards Fahrt war im zweiten Lauf in etwa so, als hätte jemand dem DJ an einer Party den Stecker gezogen. Dabei hatte Meillard nach halbem Pensum noch auf Rang 3 gelegen, mit gerade mal 11 Hundertsteln Rückstand auf den Führenden Luca de Aliprandini, den Freund von Michelle Gisin.

Loïc Meillard kann die gute Ausgangslage nicht nutzen. Der Neuenburger fällt im Entscheidungslauf vom dritten auf den 17. Platz zurück.
Loïc Meillard kann die gute Ausgangslage nicht nutzen. Der Neuenburger fällt im Entscheidungslauf vom dritten auf den 17. Platz zurück.
Keystone
Das Warten auf einen Schweizer Podestplatz am Chuenisbärgli geht weiter. Dies gelang zuletzt 2008: Marc Berthod gewann den Riesenslalom vor Dani Albrecht.
Das Warten auf einen Schweizer Podestplatz am Chuenisbärgli geht weiter. Dies gelang zuletzt 2008: Marc Berthod gewann den Riesenslalom vor Dani Albrecht.
Keystone
Gino Caviezel liegt im ersten Lauf auf Bestzeitkurs, ehe ihn eine Welle im Zielhang derart versetzt, dass er das nächste Tor verpasst.
Gino Caviezel liegt im ersten Lauf auf Bestzeitkurs, ehe ihn eine Welle im Zielhang derart versetzt, dass er das nächste Tor verpasst.
EPA/PETER KLAUNZER
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Wie den Schweizern war letztlich aber auch de Aliprandini zum Heulen zu Mute. Weil er im zweiten Lauf mit bester Zwischenzeit ausrutschte und leer ausging. Auf dem Podest standen vier andere: Der Slowene Zan Kranjec siegte vor Filip Zubcic aus Kroatien sowie den zeitgleichen Henrik Kristoffersen (NOR) und Victor Muffat-Jeandet (FRA). Kranjec ist die Konstante schlechthin in dieser Saison: In vier Riesenslaloms ist er nie schlechter als Vierter geworden. Er führt nun auch die Disziplinenwertung an. «Es war immer mein Traum, diesen Klassiker einmal zu gewinnen», meinte Kranjec, «wahrscheinlich bin ich in der Form meines Lebens».

Hundertstel-Krimi im ersten Lauf

Spektakulär verlaufen war der erste Lauf. Fünf Fahrer mit Nummern über 50 qualifizierten sich für die Endausmarchung, die Piste hielt ausgezeichnet, was doch überraschte. Noch am Freitag hatte Murisier die Strecke respektive deren Zustand heftig kritisiert. Nicht zuletzt wegen der vergleichsweise einfachen Kurssetzung waren die Abstände gering, gleich 19 Fahrer klassierten sich innert einer Sekunde, die ersten 5 lagen innert 13 Hundertsteln. Eine grosse Chance verpasste Gino Caviezel: Der formstarke Bündner schied im ersten Durchgang mit bester Zwischenzeit drei Tore vor dem Ziel aus.

Resultate: 1. Zan Kranjec (SLO) 2:27,90. 2. Filip Zubcic (CRO) 0,29 zurück. 3. Henrik Kristoffersen (NOR) und Victor Muffat-Jeandet (FRA) je 0,64. 5. Aleksander Kilde (NOR) 0,66. 6. Roland Leitinger (AUT) 0,91. 7. Ted Ligety (USA) 0,95. 8. Mathieu Faivre (FRA) 1,01. 9. Fabian Solheim (NOR) 1,19. 10. Alexis Pinturault (FRA) 1,21. – Ferner: 14. Giovanni Borsotti (ITA) 1,51. 17. Loïc Meillard (SUI) 1,97. 19. Daniele Sette (SUI) 2,34. 21. Cédric Noger (SUI) 2,61. 23. Justin Murisier (SUI) 3,21.

Stand im Riesenslalom-Weltcup (4/9): 1. Kranjec 270. 2. Kristoffersen 253. 3. Pinturault 172. 4. Tommy Ford (USA) und Mathieu Faivre (FRA) je 161. 6. Filip Zubcic (CRO) 138. – Ferner: 13. Gino Caviezel (SUI) 72. 16. Odermatt 65. 19. Murisier 58. 22. Meillard 51. 28. Noger 28.

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