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Silvan Zurbriggen und das Zimmermädchen

Recherchen der Zeitung «Der Sonntag» zeigen, dass Silvan Zurbriggen in Kanada offenbar vom Hoteldirektor und nicht vom Cheftrainer aus dem Teamhotel geworfen wurde. Er soll eine Angestellte belästigt haben.

Sportlich läuft es ihm derzeit ausgezeichnet: Silvan Zurbriggen nach seinem Sieg in der Abfahrt von Val Gardena.
Sportlich läuft es ihm derzeit ausgezeichnet: Silvan Zurbriggen nach seinem Sieg in der Abfahrt von Val Gardena.
Keystone

Im Nachgang zur Affäre um den Rauswurf von Silvan Zurbriggen aus dem Schweizer Team-Hotel im kanadischen Lake Louise macht die Zeitung «Der Sonntag» neue Details bekannt. «Ich kann bestätigen, dass Silvan Zurbriggen von uns aufgefordert wurde, das Hotel zu verlassen», schreibt der General Manager des kanadischen Nobelhotels «The Fairmont Chateau Lake Louise», Gregor Resch, in einer schriftlichen Stellungnahme an die Zeitung.

Der Hotelkonzern, zu dem auch das berühmte «The Plaza» in New York gehört, äussert sich damit erstmals zum Rauswurf des Schweizer Ski-Stars vor rund einem Monat in Lake Louise. Hoteldirektor Resch stellt mit der Stellungnahme klar, dass er in der Affäre den ersten Schritt unternahm.

Aufdringlich und entblösst

Der Männerchef von Swiss Ski, Martin Rufener, hatte bisher in der Öffentlichkeit einen anderen Eindruck vermittelt. Er habe Zurbriggen aus dem Teamhotel geworfen, weil er einen schweren Fehler begangen habe, so Rufener. Tatsache ist, dass Rufener gar keine andere Möglichkeit hatte, weil die Hoteldirektion eine klare Vorgabe machte.

Nach Informationen des «Sonntags» steht ein Zimmermädchen im Zentrum der Affäre. Zurbriggen soll ihr gegenüber aufdringlich geworden sein und sich dabei in entblösstem Zustand befunden haben. Die Westschweizer Presse hatte bereits Andeutungen in diese Richtung gemacht und von «deplazierten Avancen» berichtet.

Was lief im Wald von Alta Badia?

Der 29-jährige Walliser sorgte bereits vor vier Jahren für kuriose Schlagzeilen. Eine Passantin hatte behauptet, er habe im Wald von Alta Badia (I) onaniert. Zurbriggen will dagegen nur seine Blase erleichtert haben.

General Manager Resch wollte sich nicht dazu äussern, ob wegen des Vorfalls in Lake Louise seitens des Hotels oder des Zimmermädchens eine Anzeige erstattet wurde. Cheftrainer Rufener sagt lediglich: «Für mich ist das Thema abgeschlossen.»

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