Zum Hauptinhalt springen

Österreicher drängen Feuz in Favoritenrolle

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Gesamtweltcup-Leader Ivica Kostelic beginnt das Schwarzer-Peter-Spiel zwischen Beat Feuz und Marcel Hirscher, den beiden Topfavoriten auf die grosse Kristallkugel.

Gute Aussichten: Beat Feuz beim Training in Crans-Montana.
Gute Aussichten: Beat Feuz beim Training in Crans-Montana.
Keystone

Hirscher (825 Punkte), der am Wochenende, 15 Tage nach seinem Sieg im Nachtslalom von Schladming, in den Weltcup zurückkehrt, will vor den beiden Rennen im bulgarischen Bansko nicht davon reden, dass er mit zwei Siegen an Feuz (973) vorbeiziehen und fast schon zu Kostelic (1043) aufschliessen könnte. Der Supertechniker aus Österreich betont lieber, dass die Favoritenbürde nun auf seinem Rivalen aus dem Emmental laste. «Die Chancen für Feuz scheinen jetzt sehr gut zu stehen. Ich bin Aussenseiter», sagte Hirscher der Agentur APA. Er fühle keinen zusätzlichen Druck und gebe ohnehin immer Vollgas. Die Rechenspiele der Medien bezeichnete er als «Sudoku für Ski-Fans».

Österreichs Chefcoach Hans Pum und sein Staff sind der Ansicht, dass Feuz auf insgesamt 1450 Zähler kommen könne. Für Hirscher und Kostelic, der wohl erst am 10./11. März in Kranjska Gora wieder startet, sei diese Punktzahl unrealistisch. «Feuz hat einen Lauf. Er hat das Potenzial, in den kommenden Wochen wieder die Big Points zu holen», gab Pum zu Protokoll. In Bansko pausiert der Lauberhorn-Sieger aber erst einmal. Sein Fokus gilt bereits den Heimrennen ins Crans-Montana. Dort geht es in zwei Super-G und einem Riesenslalom um wertvolle Punkte. Hirscher gibt im Wallis sein Speed-Debüt. Er habe diese Disziplin trainieren können, weil es im Riesenslalom und Slalom so gut gelaufen sei. Mit dem Kampf um den Gesamtweltcup habe der Entscheid nichts zu tun...

Feuz wird in Crans-Montana den Vorteil haben, dass er den Hang in den letzten drei Tagen intensiv kennenlernen konnte. Zusammen mit Didier Cuche, der ebenfalls auf die Reise nach Bansko verzichtete, weilte er zu nationalen Trainingsfahrten im WM-Ort von 1987. Vor 25 Jahren feierten die Schweizer dort ein regelrechtes Ski-Festival. Pirmin Zurbriggen, der als drittletzter Swiss-Ski-Athlet den Gesamtweltcup gewann, sicherte sich damals Gold in Riesenslalom und Super-G sowie Silber in der Abfahrt und der Kombination. Insgesamt holten die Schweizer achtmal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze. Hirscher weiss im Kampf gegen Feuz dafür den erfahrenen Atomic-Servicemann Edi Unterberger an seiner Seite. Unterberger arbeitete bereits mit den Gesamtweltcup-Siegern Hermann Maier und Stephan Eberharter zusammen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch