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Feuz und die Erlösung nach vier Jahren

In St. Moritz gewann der Emmentaler erstmals seit 2012 wieder ein Weltcuprennen. Es war der Lohn für harte Jahre.

Sieg! Beat Feuz legte beim Weltcupfinale in St. Moritz die schnellste Fahrt hin und war am Ende acht Hundertstel schneller als der Amerikaner Steven Nyman.
Sieg! Beat Feuz legte beim Weltcupfinale in St. Moritz die schnellste Fahrt hin und war am Ende acht Hundertstel schneller als der Amerikaner Steven Nyman.
Keystone
Es war für den 29-jährigen Emmentaler der erste Sieg seit März 2012: Damals hatte er in Kvitfjell einen Super-G gewonnen. Insgesamt ist es der sechste Weltcupsieg für den Kugelblitz.
Es war für den 29-jährigen Emmentaler der erste Sieg seit März 2012: Damals hatte er in Kvitfjell einen Super-G gewonnen. Insgesamt ist es der sechste Weltcupsieg für den Kugelblitz.
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Der 33-jährige Fill ist der erste Italiener überhaupt, der in der Königsdisziplin die kleine Kristallkugel gewinnt.
Der 33-jährige Fill ist der erste Italiener überhaupt, der in der Königsdisziplin die kleine Kristallkugel gewinnt.
Keystone
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Was für ein Happy End nach seiner Leidensgeschichte, was für eine Comeback-Saison: Beat Feuz gewann am Weltcupfinale in St. Moritz 8 Hundertstel vor dem Amerikaner Steven Nyman und 54 Hundertstel vor dem Kanadier Erik Guay. Sieg auf der WM-Strecke des kommenden Jahres.

Für den 29-jährigen Emmentaler, der im vergangenen Sommer einen Achillessehnenriss erlitten hatte und erst spät im Winter ins Geschehen eingreifen konnte, war es der sechste Triumph in einem Weltcuprennen der vierte in einer Abfahrt. Und für Swiss Ski wiederum war es der erste Triumph in einer Männerabfahrt seit Januar 2014.

Dass mit Feuz zu rechnen ist, war schon nach dem einzigen Training ersichtlich gewesen. Dort hatte der Kugelblitz als Zweiter überrascht. Gewöhnlich geht es Feuz in den Trainings immer recht verhalten an.

Er kann sich aber in den Rennen wie kein Zweiter steigern. Dies tat er nun auch in St. Moritz. Nach einer halben Minute lag Feuz zwar noch knapp eine halbe Sekunde zurück, doch im Finish wendete er das Blatt zu seinen Gunsten. «Ich habe alles probiert, und es ist aufgegangen», sagte er nach seinem Coup und jubelte: «Das ist sensationell!»

Carlo Janka, der zweite Schweizer Starter, musste sich mit Rang 8 begnügen.

Fill gewann Abfahrtsweltcup

Peter Fill, der Trainingsschnellste, belegte in St. Moritz nur Platz 10, doch dies reichte ihm als erstem Italiener zum Gewinn der kleinen Kristallkugel für den Abfahrts-Weltcup. Der Südtiroler holte nach, was einem Kristian Ghedina oder auch einem Christof Innerhofer immer versagt geblieben war.

Fill war mit vier Punkten Reserve auf Teamkollege Dominik Paris ins Rennen gegangen. Doch der war durch einen Muskelfaserriss behindert und blieb ohne Weltcuppunkte, die es beim Finale nur für die Top 15 gibt. Wäre auch Fill ausserhalb der besten 15 gelandet, wäre der Abfahrts-Weltcup an den derzeit verletzten Norweger Aksel Lund Svindal gegangen.

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