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Neureuther triumphiert trotz Sehproblemen

Der Deutsche Felix Neureuther gewinnt den Slalom am Lauberhorn, obwohl er gesundheitlich handicapiert in den 1. Lauf startete. Luca Aerni sorgt aus Schweizer Sicht für ein erfreuliches Ergebnis.

Vom 5. auf den 1. Platz: Felix Neureuther dreht am Nachmittag gewaltig auf und gewinnt zum elften Mal in seiner Karriere im Weltcup.
Vom 5. auf den 1. Platz: Felix Neureuther dreht am Nachmittag gewaltig auf und gewinnt zum elften Mal in seiner Karriere im Weltcup.
Keystone
Grosse Freude: Der Deutsche geniesst seinen Triumph.
Grosse Freude: Der Deutsche geniesst seinen Triumph.
Reuters
Als Zwanzigster zweitbester Schweizer; Daniel Yule konnte sein Potenzial nicht ausschöpfen.
Als Zwanzigster zweitbester Schweizer; Daniel Yule konnte sein Potenzial nicht ausschöpfen.
Keystone
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Ein starker zweiter Lauf bescherte Felix Neureuther am Ende doch noch den Sieg. Nach dem ersten Durchgang hatte der Deutsche mit 0,55 Sekunden Rückstand auf den führenden Schweden Mattias Hargin nur auf Platz 5 gelegen. Im 2. lauf legte er dann aber eine Marke vor, an die keiner mehr herankam. Neureuther errang nach Madonna di Campiglio seinen zweiten Saisonsieg – und das, obwohl er mit gesundheitlichen Problemen in den 1. Lauf gestartet war. Gegenüber der ARD sagte der Deutsche: «Ich hatte mir einen Wirbel eingeklemmt. Deshalb habe ich auf einem Auge nicht so gut gesehen. Mein Sichtfeld war eingeschränkt, weshalb ich nicht so Gas geben konnte.» Im 2. Lauf habe er aber keine Beschwerden mehr gegeben: «Der war perfekt und ist mir optimal aufgegangen.»

In Wengen hatte der 30-Jährige schon einmal triumphiert. Vor zwei Jahren gewann er vor Marcel Hirscher, der sich diesmal schon im ersten Lauf verabschiedet hatte. Erstmals seit knapp einem Jahr, seit dem Slalom von Kitzbühel im vergangenen Winter, blieb Hirscher wieder mit einem Einfädler hängen. Wengen bleibt für den österreichischen Seriensieger ein hartes Pflaster. Hier hat Hirscher noch nie gewonnen.

Neureuther verwies zwei weitere Saisonsieger auf die Ränge 2 und 3. Stefano Gross, bei Halbzeit schon Zweiter und letzte Woche Sieger in Adelboden, wurde mit zwei Zehnteln Rückstand Zweiter, und der Norweger Henrik Kristoffersen, im November Sieger in Levi, belegte Platz 3. Halbzeit-Leader Hargin fiel im zweiten Lauf auf Platz 6 zurück.

Aerni in den Top 10

Von den Schweizern bot Luca Aerni die beste Leistung. Der 21-jährige Berner erreichte als Zehnter zum dritten Mal in seiner Karriere einen Platz in den Top 10. Letzte Saison hatte er in Kitzbühel als Fünfter und in Bormio als Zehnter seine ersten Spitzen-Klassierungen eingefahren. Nun aber hat er immerhin die Hälfte der WM-Norm erfüllt. Aerni, im Sommer von einer Diskushernie gebremst, braucht nun noch ein weiteres Resultat in den ersten 15, um definitiv die Reise nach Beaver Creek antreten zu können.

Dieses Ziel hat Daniel Yule bereits geschafft. Im heutigen Slalom lief es dem Walliser aber nicht ganz optimal. Immerhin reichte es noch zu Platz 20, nachdem er zuletzt in Adelboden erstmals in diesem Winter ausgefallen war. Die übrigen Schweizer schafften die Qualifikation für den zweiten Lauf nicht. Ramon Zenhäusern scheiterte - wie schon in Adelboden - als exakt 31.

Wengen (Sz). Weltcup-Slalom der Männer: 1. Felix Neureuther (De) 1:46,93. 2. Stefano Gross (It) 0,20 zurück. 3. Henrik Kristoffersen (No) 0,44. 4. Alexis Pinturault (Fr) 0,60. 5. Alexander Choroschilow (Russ) 0,85. 6. Mattias Hargin (Sd) 0,96. – Ferner: 10. Luca Aerni (Sz) 2,01. 20. Daniel Yule (Sz) 2,85. – Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert: 31. Ramon Zenhäusern (Sz) 3,94. 39. Markus Vogel (Sz) 4,75. – Ausgeschieden u.a.: Marcel Hirscher (Ö), Bernhard Niederberger (Sz), Justin Murisier (Sz), Reto Schmidiger (Sz) und Gino Caviezel (Sz).

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