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Neuer Beweis gegen Johaug

In der Dopingaffäre um die norwegische Langlauf-Olympiasiegerin ist weiteres belastendes Material aufgetaucht. Das könnte Auswirkungen auf ihre Sperre haben.

Monica Schneider
14 Monate Sperre oder doch länger? Therese Johaug bei der Anhörung.
14 Monate Sperre oder doch länger? Therese Johaug bei der Anhörung.
Håkon Mosvold Larsen, Keystone

Für Therese Johaug könnte es noch unangenehmer werden: Gemäss der norwegischen Tageszeitung VG ist neues belastendes Material in der Dopingaffäre um den Langlaufstar aufgetaucht. Eine Quittung soll belegen, dass die benutzte Sonnencreme, die das Steroid Clostebol enthält, schon viel früher in einer Apotheke im Südtirol gekauft worden war, als es der norwegische Skiverband behauptete. Dies wiederum könnte bedeuten, dass die Athletin selber oder jemand anderes als ihr Trainer das Produkt gekauft hatte.

Ihr Mannschaftsarzt Fredrik Bendiksen hatte ausgesagt, dass er im September in einem Trainingslager in Livigno Johaug die Creme zur Behandlung eines Sonnenbrands an der Lippe gegeben habe. Er hatte nach der positiven Probe die Konsequenzen gezogen und war zurückgetreten. Für Johaug war Ende November eine 14-monatige Sperre beantragt worden – die Aussage Bendiksens hatte sich strafmildernd ausgewirkt.

Mit dem neuen Beweis sieht es nun danach aus, dass sich der Trainer schützend vor die Athletin gestellt und dass nicht sein Fehlverhalten zum positiven Test geführt hatte. Bewahrheitet sich dies, dürfte sich Johaug mit einer längeren Sperre konfrontiert sehen.

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