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Mit seinem Triumph beendet Beat Feuz das Gezänk ums Lauberhorn

Ein Ende des berühmtesten Skirennens der Welt wäre nicht nur fahrlässig, es wäre irrwitzig.

Am Samstag sprechen wieder die Bilder. Die Kulisse mit Eiger, Mönch und Jungfrau, gepudert von Neuschnee über Nacht: eindrücklich. Die Sonne rückt sie ins beste Licht. Werbung pur für Wengen, dieses kleine, autofreie Touristendorf, für die Region Lauterbrunnen, für das Berner Oberland, für die Schweiz. 32'000 sind gekommen zum Skifest, das mit Sieger Beat Feuz seine Krone aufgesetzt bekommt.

Die Lauberhornrennen sind Vehikel für den Wintersport, lokal, national, überall, wo die Bilder ­gezeigt werden. Und dafür ist der alpine Rennsport da, zumindest sagt das Gian Franco Kasper, der Präsident des internationalen Skiverbandes FIS. Rund 30 Millionen Franken an Wertschöpfung generieren die drei Tage, in denen zur Kombination, zur Abfahrt und heute zum Slalom gestartet wird.

Veranstalter hoffen auf Sportgericht CAS in Lausanne

Und da kam diese Woche ernsthaft die Diskussion auf, wie lange es diesen Riesenanlass noch geben wird – angeheizt von Medien, dankbar aufgenommen von OK-Präsident Urs Näpflin. Das scheint nicht nur abstrus, es ist es auch.

Die Organisatoren mögen finanzielle Sorgen haben, im letzten Jahr fehlten trotz Budgets von 8,7 Millionen Franken deren 270'000. Und das, obwohl alles perfekt war: Besucherzahl, Wetter, Stimmung. Das ist kein Klacks. Doch deswegen diese Rennen, dieses sportliche Wahrzeichen, diesen Treiber der Region zugrunde gehen zu lassen, wäre nicht nur fahrlässig, es wäre irrwitzig.

Zurzeit hoffen die Veranstalter auf das Sportgericht CAS in Lausanne. Dieses muss darüber befinden, ob der Schweizer Skiverband, der die Rennen vermarktet, künftig mehr als die bislang rund 2 Millionen Franken aus den am Wochenende generierten TV- und Marketing-Einnahmen abgeben muss ans OK. Scheitert dieses mit seiner Forderung, ist die öffentliche Hand gefragt, das Defizit zu decken. Es gibt mit Sicherheit dümmere Investitionen.

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