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Janka erleidet Kreuzbandriss

Carlo Janka ist heute beim Riesenslalom-Training im Kanton Graubünden gestürzt. Dabei erlitt er einen Kreuzbandriss am rechten Knie.

Grosses Pech: Der Bündner Carlo Janka hat sich im Training verletzt. (20. Januar 2017)
Grosses Pech: Der Bündner Carlo Janka hat sich im Training verletzt. (20. Januar 2017)
Alessandro Trovati, Keystone
Die slowenische Olympia-Hoffnung Ilka Stuhec hat am vergangenen Wochenende einen Kreuzbandriss erlitten. Sie dürfte die Spiele in Südkorea verpassen.
Die slowenische Olympia-Hoffnung Ilka Stuhec hat am vergangenen Wochenende einen Kreuzbandriss erlitten. Sie dürfte die Spiele in Südkorea verpassen.
Jean-Christophe Bott, Keystone
Speed-Queen Lindsey Vonn wird wohl in ihrem Wohnzimmer, sprich bei den Rennen in Lake Louise (Ka), also im Dezember, in den Weltcup einsteigen.
Speed-Queen Lindsey Vonn wird wohl in ihrem Wohnzimmer, sprich bei den Rennen in Lake Louise (Ka), also im Dezember, in den Weltcup einsteigen.
Chris Carlson, Keystone
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Hiobsbotschaft aus dem Trainingslager der Schweizer Alpinen: Der Bündner Carlo Janka erlitt beim Riesenslalom-Training auf der Diavolezza einen Kreuzbandriss im rechten Knie.

Janka, der Riesenslalom-Olympiasieger von 2010, will die Verletzung konservativ behandeln lassen. Was das für den kommenden Winter bedeutet, lässt sich noch nicht genau absehen.

Operation nicht zwingend

Bei einer Operation würde Janka auf jeden Fall für die Olympia-Saison ausfallen. Der Bündner aber erlitt eine sogenannt isolierte Ruptur, die nicht zwingend operativ versorgt werden muss. Die Seitenbänder und der Meniskus blieben intakt. Lara Gut beispielsweise hatte sich im Vorwinter neben ihrem Kreuzbandriss auch noch den Meniskus gerissen.

Die Saison abschreiben will Janka, dessen Malheur nach einem klassischen Innenskifehler passierte, noch nicht: «Die Ruptur ist natürlich ein Rückschlag.» Aber der Bündner, der vor einer Woche 31 Jahre alt geworden ist, lässt nun die erste Schwellung abklingen und will dann eine intensive Rehabilitation starten.

Wie die Slowenin Stuhec

Noch vor Beginn der Saison haben sich im alpinen Bereich bereits wieder mehr als ein halbes Dutzend Fahrern und Fahrerinnen Kreuzbandrisse zugezogen. Zumeist betraf es den Nachwuchs. Janka aber ist innert weniger Tage das zweite prominente Opfer mit einem Kreuzbandriss. Erst am Wochenende hatte die slowenische Abfahrts-Weltmeisterin Ilka Stuhec die gleiche Verletzung erlitten.

Janka galt für die Olympiasaison als einer der Hoffnungsträger von Swiss-Ski. Im letzten Winter hatte er es im Weltcup zweimal aufs Podium geschafft: als Zweiter im Parallel-Riesenslalom von Alta Badia und als Dritter der Abfahrt von Aspen. Seinen bisher letzten Sieg, den insgesamt 11. in seiner Karriere, errang er im Februar 2016 im Super-G von Jeongseon auf genau jener Piste, auf der in knapp vier Monaten die Olympia-Medaillen ausgefahren werden.

Jankas Hoffnungen in den Riesenslalom

Janka wollte den Fokus in diesem Winter primär auf die schnellen Disziplinen legen, aber auch auch im Riesenslalom sah er wieder bessere Perspektiven, nachdem er sich zuvor in dieser Sparte immer wieder Rückenprobleme eingehandelt hatte.

Mit den auf diesen Winter wieder stärker taillierten Ski, die Radien von 30 Metern (anstatt wie bisher 35) zulassen, hatte Janka gehofft, auch im Riesenslalom wieder vermehrt punkten zu können.

(SDA)

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