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«Ich muss zuerst lernen, richtig in den Bob zu springen»

Triathlon-Olympiasiegerin Nicola Spirig (32) wechselt die Sportart und stürzt sich mit Bobpilot Beat Hefti in den Eiskanal von St. Moritz. Es ist für sie ein Abenteuer.

Am 4. August 2012 errang Spirig in einem Hundertselkrimi die Goldmedaille an den Olympischen Spielen.
Am 4. August 2012 errang Spirig in einem Hundertselkrimi die Goldmedaille an den Olympischen Spielen.
Keystone
Gatte Reto Hug und Sohn Yannis unterstützen vor Ort die Mama während ihrer rasanten Fahrten.
Gatte Reto Hug und Sohn Yannis unterstützen vor Ort die Mama während ihrer rasanten Fahrten.
Keystone
Und da müssen Züblin und Spirig runter – der Bobrun von Celerina. Der Horseshoe ist eine Schlüsselstelle des Natureiskanals.
Und da müssen Züblin und Spirig runter – der Bobrun von Celerina. Der Horseshoe ist eine Schlüsselstelle des Natureiskanals.
Keystone
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Nicola Spirig, Sie bestreiten zusammen mit Linda Züblin, Pilot Beat Hefti und Anschieber Alex Baumann den Viererbob-Weltcup in St. Moritz. Wie kommen Sie überhaupt dazu? Für mich ist das unheimlich spannend. Es ist eine neue Herausforderung, es ist ein Abenteuer. Und schliesslich wollen wir Beat in dieser Situation auch helfen. Der Ursprung liegt im neuen Reglement. Beat (Hefti) hat mich und Linda (die Siebenkämpferin Züblin) kontaktiert.

Mit Verlaub: So den Bobrun runterzusausen, ist nicht jedermanns Sache. Haben Sie keine Angst? Beat ist ein erfahrener Pilot, er wird schon schauen, dass er uns heil ins Ziel bringt. Es geht nicht darum, Bestzeit zu fahren, dafür ist unser Bob auch ungefähr 70 Kilogramm zu leicht. Es geht vielmehr darum, dass Beat ins Ziel kommt und ein Resultat erreicht. Jetzt wollen wir mal üben und schauen, wie es funktioniert.

Sie stehen kurz vor dem ersten Training. Sind Sie denn schon einmal den Eiskanal runtergefahren? Ich habe mit Beat schon zwei Taxifahrten unternommen. Aber eine richtige Trainingsfahrt und eine Weltcupprüfung sind schon etwas anderes. Linda und ich müssen zuerst mal lernen, wie wir beim Start richtig in den Bob springen.

Fasziniert Sie der Bobsport? Werden Sie einmal diese Sportart ausüben? Mich faszinieren generell verschiedene Sportarten. Darum bin auch Triathletin geworden. In dieser Sportart muss man schwimmen, Rad fahren und rennen. Es ist einfach spannend und abwechselnd für mich, eine andere Sportart auszuüben. Aber um auf Ihre Frage zurückzukommen: Nein, für den Bobsport bin ich wohl zu langsam. Da wäre Linda als explosive Siebenkämpferin viel prädestinierter als ich. Aber dass ich jetzt diese Möglichkeit habe, mit Beat den Weltcup zu fahren, ist einfach faszinierend.

Sie sind verheiratet und Mutter eines Sohnes. Ist ihr Mann einverstanden mit Ihrem Abenteuer? Mein Mann findet das super und hat sofort nach der Anfrage von Beat gesagt: 'Mach das!' Er ist auch in St. Moritz und schaut mit unserem Sohn zu.

Wie viele Male fahren Sie nun vor dem Wettkampf am Sonntag runter? Das hängt davon ab, wie heute das Training verläuft. Geht es nicht so gut, dann müssen wir das noch einige Male trainieren. Allerdings müssen Linda und ich auch noch andere Dinge in dieser Woche erledigen.

Wie geht es für Sie nach dem Ausflug in den Bobkanal von St. Moritz weiter?

Ich befinde mich hier im Höhentrainingslager. Am 9. Februar steht das Trainingscamp auf Gran Canaria auf dem Programm. Doch davor mache ich am 6. Februar noch beim Skijöring in St. Moritz mit.

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