Gisins schwerer Sturz überschattet Feuz-Podest

Marc Gisin stürzt in der Abfahrt von Gröden schwer und muss mit dem Helikopter in den Spital gebracht werden. Beat Feuz wird dritter. Der Sieg geht an Aleksander Kilde.

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Die Weltcup-Abfahrt in Val Gardena wird von einem schweren Sturz von Marc Gisin überschattet. Über den Gesundheitszustand des Engelbergers gibt es noch wenige Informationen. Seine Schwester Michelle Gisin sagte aber zu blick.ch: «Marc ist aufgewacht und sein Zustand stabil. Er war sehr lange bewusstlos. Sie sind nun auf dem Weg nach Bozen ins Spital. Hoffen wir das Beste. Mehr wissen wir im Moment auch nicht.»

Gisin kam nach einem Verschneider kurz vor den Kamelbuckeln zu Fall, wurde beim Sprung hoch durch die Luft geschleudert und schlug mit dem Rücken und dem Kopf heftig auf der harten Piste auf. Gisin wurde nach der Erstversorgung auf der Strecke mit dem Helikopter ins nächstgelegene Spital geflogen.

Der Sturz vom Marc Gisin im Video. (Quelle: SRF)

Der Sturz erinnert an jenen von Kitzbühel vor knapp vier Jahren, im Januar 2015 in Kitzbühel. Gisin war in jenem Super-G an der Hausbergkante gestürzt und hatte sich dabei ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma zugezogen. An den Folgen jener Verletzung hatte der Innerschweizer in den folgenden zwei Wintern – unter anderem wegen Schlaflosigkeit – zu leiden.

Feuz begleicht offene Rechnung mit Saslong

Beat Feuz sichert sich erstmals einen Podestplatz in der Abfahrt in Val Gardena. Den Super-G auf der Saslong hatte Feuz vor sieben Jahren gewonnen, in der Abfahrt wies er die 8. Ränge in den Jahren 2014 und 2017 als Bestwerte aus. Mit dem 3. Platz sorgte der Emmentaler zudem für die erste Podest-Klassierung eines Schweizers in der Abfahrt in Val Gardena seit acht Jahren und dem überraschenden Sieg von Silvan Zurbriggen.

Die Abfahrt von Beat Feuz im Video (Quelle: SRF)

Feuz büsste auf den zweitplatzierten Österreicher Max Franz, der nach den Eindrücken in den beiden Trainings einer der ersten Sieganwärter war, lediglich sechs Hundertstel ein. Im Vergleich mit Kilde blieb aber auch er ohne Chance. Der Norweger distanzierte die Konkurrenz um mindestens 86 Hundertstel und feierte so überlegen seinen dritten Sieg im Weltcup - auf jener Strecke, auf der er vor drei Jahren als Dritter im Super-G im Weltcup zum ersten Mal unter die ersten drei gefahren war.

Caviezel weiterhin in Form

Jenes Ergebnis beflügelte Kilde zusätzlich. Einen guten Monat später feierte er in der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen seine Siegpremiere und weitere vier Wochen danach doppelte er im Super-G in Hinterstoder nach. Es war Kildes bisher erfolgreichster Winter, dem er mit dem Sieg in der Super-G-Wertung die Krone aufsetzte.

Nur zwei Zehntel langsamer in der dritten Weltcup-Abfahrt des Winters war Mauro Caviezel. Wegen den geringen Zeitabständen hinter Kilde reichte dies dem Bündner noch zu Platz 8.

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