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Gegnerischer Trainer spioniert Shiffrin aus

Petra Vlhovas Coach nimmt das Training der Amerikanerin genau unter die Lupe. Mikaela Shiffrin ist davon genervt.

Die Dominanz von Shiffrin und Vlhova hat am vergangenen Wochenende ein neues Niveau erreicht.
Die Dominanz von Shiffrin und Vlhova hat am vergangenen Wochenende ein neues Niveau erreicht.
Keystone
Shiffrin schätzt Vlhova. Sie zeigt sich aber zunehmend genervt. Grund dafür ist der Trainerstaff der Slowakin.
Shiffrin schätzt Vlhova. Sie zeigt sich aber zunehmend genervt. Grund dafür ist der Trainerstaff der Slowakin.
Keystone
Der Trainer von Vlhova Livo Magoni, rechts, beobachtet regelmässig hautnah das Training der Amerikanerin.
Der Trainer von Vlhova Livo Magoni, rechts, beobachtet regelmässig hautnah das Training der Amerikanerin.
Gabriele Facciotti, Keystone
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Mikaela Shiffrin und Petra Vlhova enteilen im Slalom immer mehr der Konkurrenz. Ausser zu Saisonbeginn im finnischen Levi haben die Athletinnen in Killington, Lienz sowie am vergangenen Wochenende in Zagreb die Ränge eins oder zwei belegt. Zudem hat immer eine von beiden mit einem Vorsprung von über einer Sekunde gewonnen. Die drittplatzierte Katharina Liensberger hat in Zagreb sogar 3,49 Sekunden eingebüsst.

Das Rennen in der kroatischen Hauptstadt hat aber trotzdem ein Novum dargestellt: Vlhova hat zum ersten Mal in dieser Saison die 24-jährige Amerikanerin bezwungen. Auch wegen eines Fehlers Shiffrins im ersten Lauf hat die Slowakin ihr 1,31 Sekunden abgenommen.

Gemäss Ski-Racing gibt es aber einen weiteren Grund für den ersten Nichterfolg der Amerikanerin im Slalom. Das Internetportal spricht von Trainingsspionage. Die Amerikanerin werde systematisch ausspioniert. Wie Shiffrin gegenüber Ski Racing Media und NBC Sports gesteht, ist sie von diesem Vorgehen zunehmend frustriert. Sie spricht von ihrem eigenen Copyright. Zudem findet sie es nervend, dass ein Team jemanden zu ihren Trainingseinheiten schickt, obschon deren Athletin nicht einmal in derselben Skiregion trainiert.

Kein Shiffrin-Copyright

Shiffrin nennt zwar keine Namen. Doch es ist offensichtlich, wen sie meint: Petra Vlhovas Trainerstaff. Denn der Trainer der Slowakin, Livio Magoni, hat sich zu dieser Methode bereits geäussert. «Es ist wichtig, Mikaelas Training zu beobachten, weil sie die weltweit beste Skifahrerin ist. Wenn man intelligent ist, kann man von ihr und ihrem Trainingsstaff viel lernen. Als Trainer ist es wichtig zu wissen und zu sehen, wie andere ihre Teams führen.»

Und Magoni betont: «Ich weiss, dass es nicht gänzlich korrekt ist. Doch wir wollen von den Besten lernen und gehen nur unser Arbeit nach.» Verboten ist die Spionage im Skisport nicht, dies zeigt ein Blick in das Reglement des Internationalen Skiverbandes. Anders als in anderen Sportarten verfügen die Skifahrerinnen nicht über ein eigenes Trainingsterrain. Jeder Private kann ein Skiticket in einem beliebigen Skigebiet lösen und das Training der Skiprofis aus nächster Nähe beobachten. Ein Shiffrin-Copyright wird es also demnächst nicht geben.

Auf der Piste geht die Rivalität zwischen Shiffrin und Vlhova am 14. Januar in Flachau in die nächste Runde. In der Slalom-Disziplinenwertung führt Shiffrin 120 Punkten vor der Slowakin.

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