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«Für ein Land wie Österreich ist das viel zu wenig»

Für den österreichischen Skiverband wird die Saison so schlecht ausfallen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Zwei Legenden äussern sich.

Stephan Eberharter fordert vom ÖSV-Team mehr Leidenschaft.
Stephan Eberharter fordert vom ÖSV-Team mehr Leidenschaft.
Keystone

30 Podestplätze hat das österreichische Skiteam vor den abschliessenden fünf Saisonrennen (zwei der Männer in Kranjska Gora, drei der Frauen in Are) gewonnen. Das ist eine magere Ausbeute für die sonst so erfolgsverwöhnte Ski-Nation.

Somit droht dem ÖSV die schlechteste Saison seit 1986/87, als es 27 Podestplätze gegeben hat (2 Siege). Denkbar ist, dass es die erste Saison ohne Disziplinensieg seit 1995 wird. Einzig im Parallel-Rennen der Frauen in Are könnte es noch eine Kristallkugel geben. Es wäre jedoch ein schwacher Trost für eine äusserst bescheidene Saison, in der kaum jemand die Erwartungen erfüllte. Die Lücke, die Dauergewinner Marcel Hirscher hinterliess, war nicht zu schliessen.

Für Eberharter ists «peinlich»

Erstmals seit 1990 gewinnt nicht Österreich die Nationenwertung, sondern die Schweiz. Entsprechend harsch ist die Kritik. Skilegende Stephan Eberharter nimmt kein Blatt vor den Mund. «Für ein Land, das den Anspruch hat, die Ski-Nation Nummer eins zu sein, ist es viel zu wenig. Heuer ist Österreich klar nicht die Nummer eins», sagt er in der «Krone». Und setzt noch einen obendrauf: «Für den Aufwand, der betrieben wird, ist das peinlich.» Mit Ausnahme von Matthias Mayer, Vincent Kriechmayr und Marco Schwarz liege es an den Läufern selbst. «Es braucht wieder Leute, die mit Leidenschaft Ski fahren», betont der Riesenslalom-Olympiasieger von 2002

Für Michaela Dorfmeister sind die Österreicherinnen «zu oft nicht gut Ski gefahren». Die zweifache Olympiasiegerin nennt die vielen Verletzungen als Hauptgrund für die magere Saison. Aber nicht nur: «Wenn man Siegläuferinnen wie Nicole Schmidhofer, Stephanie Venier oder Ramona Siebenhofer hat, dann müssen die Ansprüche ganz andere sein.» Als einzige positive Überraschung nennt die 46-Jährige das Talent Nina Ortlieb.

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