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Feuz kniet sich noch einmal rein

Beat Feuz nimmt im Kampf um die grosse Kristallkugel das volle Risiko in Kauf. Der Leader im Gesamtklassement fährt trotz fragilem Knie auch den Riesenslalom von Kranjska Gora.

Jeder Punkt zählt: Beat Feuz will seinen Vorsprung von 115 Punkten um jeden Preis verteidigen.
Jeder Punkt zählt: Beat Feuz will seinen Vorsprung von 115 Punkten um jeden Preis verteidigen.

Der Kampf um den Gesamt-Weltcup spitzt sich zu. Der Österreicher Marcel Hirscher möchte am Wochenende in Kranjska Gora Beat Feuz als Leader wieder entthronen. Für den Emmentaler zählt jeder Punkt. Deshalb will er in Slowenien zum Riesenslalom antreten. Hundertprozentig fix ist die Teilnahme von Beat Feuz zwar noch nicht. Am Mittwoch reiste er nach Hinterreit in Österreich, wo er am Donnerstag und am Freitag (falls es in Kranjska Gora kein Hangfahren gibt) trainieren wird. Danach wird er sehen, ob sein lädiertes Knie einen Start zulässt. Cheftrainer Osi Inglin ist aber optimistisch: «Beat kann zwar momentan nicht die gewohnte Kraft entwickeln, wenn das Knie in einem gewissen Winkel steht. Trotzdem ist es das klare Ziel, dass er in Kranjska Gora fährt.»

115 Punkte beträgt die Reserve von Weltcup-Gesamtleader Beat Feuz im Duell gegen Hirscher. Fährt der Salzburger auch in Slowenien so stark wie zuletzt, müsste er eigentlich die Führung wieder an sich reissen können. Doch Feuz hat mit seinen starken Leistungen von Kvitfjell Hirscher unter Druck gesetzt. Österreichs Cheftrainer Mathias Berthod ist sich dessen bewusst: «Marcel und auch Feuz sind nicht irgendwelche Rechenmaschinen, denen man zweimal 100 oder 80 Punkte eintippt. Das sind Athleten, denen man auch Fehler zugestehen muss.»

Didier Cuche und sein Fokus auf Schladming

Für Feuz zusätzlich verlockend wäre, dass er in Kranjska Gora vielleicht mit einer sehr guten Startnummer zum Riesenslalom antreten kann. In der für die Startreihenfolge massgebenden Liste liegt der Berner nur auf Rang 36, aber es ist jetzt schon klar, dass einige vor ihm liegende Fahrer in Slowenien nicht antreten werden. Didier Cuche verzichtet, weil er sich auf das Finale in Schladming vorbereiten will, der Franzose Thomas Fanara und der Amerikaner Bode Miller müssen verletzt passen, Ivica Kostelic konzentriert sich möglicherweise auf den Slalom. Weitere Forfaits sind durchaus möglich. Sollte Feuz dank der Absenzen in die Top 30 rutschen, könnte er deshalb in Kranjska Gora dank seiner mehr als 500 Punkte gleich nach der Startnummer 15 ins Rennen steigen. Das wiederum würde seine Chancen auf Punktezuwachs markant erhöhen.

Ausstehend sind noch sechs Rennen. In Kranjska Gora stehen am Samstag ein Riesenslalom und am Sonntag ein Slalom auf dem Programm. Danach folgt das Finale in Schladming mit je einer Prüfung in jeder Disziplin.

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