Die Chancen der Favoriten im grossen Tournee-Final

Nach vier Wettkämpfen wird der goldene Adler in Bischofshofen vergeben. Ein Blick auf die Aussichten des Führungs-Quartetts.

Nur noch vier Springer haben vor dem grossen Finale (heute ab 17.15 Uhr) realistische Chancen auf den Triumph. Der Favorit kommt aus Polen. (Bild: Keystone/AP/Georg Hochmuth)

Nur noch vier Springer haben vor dem grossen Finale (heute ab 17.15 Uhr) realistische Chancen auf den Triumph. Der Favorit kommt aus Polen. (Bild: Keystone/AP/Georg Hochmuth)

Nach vier Wettkämpfen wird der goldene Adler an den Sieger der Vierschanzentournee 2019/20 vergeben. Vier Springer haben vor dem grossen Final noch realistische Chancen auf den Triumph. Der Favorit kommt aus Polen.

Dawid Kubacki

«Ich konzentriere mich auf meine Sprünge, nicht auf die Gegner.»Dawid Kubacki

Dawid Kubacki: 830,7 Punkte (Bild: Keystone/Christian Bruna)

Der 29-jährige Blondschopf liegt an der Spitze und ist nicht nur deshalb der Top-Favorit: Kubacki ist extrem konstant und sprang bislang in allen drei Wettkämpfen auf das Podest. In Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen wurde er jeweils Dritter, im verrückten Windspringen von Innsbruck belegte er Rang zwei.

Marius Lindvik

«Dem traue ich das noch nicht so zu. Er ist noch sehr jung und die anderen sind ein bisschen erfahrener.»Markus Eisenbichler

Marius Lindvik: 821,6 Punkte (Bild: Keystone/Ronald Wittek)

Der Quali-Tag lief für Marius Lindvik den Garmisch- und Innsbruck-Sieger höchstens solide. Der deutsche Dreifach-Weltmeister Markus Eisenbichler hält den Youngster nicht für einen Kandidaten auf den Gesamtsieg. Der Norweger ist erst 21 Jahre jung und hat noch keine Wettkampfsprünge in Bischofshofen gemacht.

Karl Geiger

Karl Geiger: 817,4 Punkte (Bild Keystone/Ronald Wittek)

Für den deutschen Karl Geiger spricht am wenigsten von dem Quartett der Anwärter. Geiger zeigte einen eher schwachen Quali-Tag und scheint auf der grossen Anlage in Bischofshofen so seine Probleme zu haben. Die Rivalen Kubacki (Führung, Konstanz), Lindvik (Lauf von zwei Siegen) und Kobayashi (in Bischofshofen stark) haben bessere Argumente. Für Geiger, der mit zwei zweiten Plätzen in seiner Heimat Oberstdorf und in Garmisch-Partenkirchen gestartet war, wäre allerdings auch das Gesamt-Podest bei dem Traditionsevent ein grosser Erfolg.

Ryoyu Kobayashi

Ryoyu Kobayashi: 817 Punkte (Bild: Keystone/Matthias Schrader)

Würden alle Springer mit einem Gleichstand starten, wäre der Japaner der grosse Favorit. Kobayashi beherrscht die Paul-Ausserleitner-Schanze im Vergleich mit seinen Konkurrenten wohl am besten, hat aber bereits mehr als siebeneinhalb Meter Rückstand auf Kubacki. Im vergangenen Jahr siegte er souverän vor Kubacki und dem Österreicher Stefan Kraft und sicherte sich nach vier Einzelsiegen die Tournee-Trophäe. Auch in der Quali war er der stärkste Springer aus dem Spitzenquartett. Mit einem Satz auf 134 Meter wurde er Sechster.

boq/dpa

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt