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«Das tut schon weh»

Sandro Viletta trauert nach der Super-Kombination der verpassten WM-Bronzemedaille nach. Der Schweizer hadert mit dem Schicksal, nachdem er in der Abfahrt beinahe mit einem Streckenposten kollidiert wäre.

«Vielleicht habe ich wegen dem Streckeposten die zwei Zehntel verloren»: Sandro Viletta muss den Zwischenfall aus der Abfahrt noch verdauen. (Video: Sebastian Rieder)

Sandro Viletta hätte sich am liebsten in den Hintern gebissen. 25 Hundertstel fehlten dem Schweizer am Ende für den 3. Platz. «Ich bin schon ein wenig enttäuscht, es fehlen etwas mehr als zwei Zehntel. Das tut schon weh, im unteren Teil vom Slalom wäre mehr möglich gewesen.» Für Viletta war es trotz der verpassten Bronzemedaille ein insgesamt starker Abgang von dieser WM. «Der Slalom bei Nacht, das war genial. Mit Bestzeit über die Ziellinie, das hat richtig gut getan.»

Sechs Stunden zuvor hatte Viletta noch einen grossen Schreck zu verdauen. Während der Abfahrt waren zwei Streckenposten plötzlich auf die Piste gekurvt. Einer der Pistenhelfer war nur zwei Meter von der Ideallinie entfernt, als Viletta in voller Hocke daherkam. Der Bündner liess sich aber nicht aus der Ruhe bringen und überholte eiskalt. Erst als er die Bilder im TV sah, zuckte er zusammen. Weil Viletta die Abfahrt trotz der Störaktion so gut gelungen war, verzichtete er auf einen Protest.

Die Entschuldigung vom Renndirektor

«Sandro hat die Sache sehr fair hingenommen. Ich bin froh, dass nichts passiert ist», lobte FIS-Renndirektor Günter Hujara und entschuldigte sich für die gefährlich Panne. «Das sind die Momente, vor denen ich Angst habe und vor denen mich immer sehr fürchte. Hier kann man sich nur entschuldigen, da gibt es kein Wenn und Aber», sagte Hujara.

Viletta akzeptierte die Entschuldigung, der Zwischenfall beschäftigte ihn aber auch nach dem Slalom noch. «Ich will keine Ausreden suchen, vielleicht habe ich deshalb die zwei Zehntel verloren. Aber ich weiss es jetzt auch nicht.»

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