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«Das ist völlig crazy – unglaublich»

Premiere für Michelle Gisin. Nach ihrem ersten Podestplatz in der Abfahrt spricht die Schweizerin über ihr Erfolgsrezept.

Für eine kleine Sensation sorgte Michelle Gisin, die mit Startnummer 27 auf das Podest preschte. (Samstag, 2. Dezember)
Für eine kleine Sensation sorgte Michelle Gisin, die mit Startnummer 27 auf das Podest preschte. (Samstag, 2. Dezember)
Frank Gunn, Keystone
Für eine grosse Sensation sorgte hingegen Mikaela Shiffrin. Die Technik-Spezialistin aus den USA fuhr der Konkurrenz davon und siegte erstmals in einer Abfahrt.
Für eine grosse Sensation sorgte hingegen Mikaela Shiffrin. Die Technik-Spezialistin aus den USA fuhr der Konkurrenz davon und siegte erstmals in einer Abfahrt.
Frank Gunn, Keystone
Lara Gut sind indes die fehlenden Trainingskilometer nach wie vor anzumerken. Die Tessinerin wurde 15. Die übrigen Schweizerinnen: Johanna Hählen (11.), Jasmin Flury (24.), Corinne Suter (25.), Denise Feierabend (34.), Priska Nufer (41.).
Lara Gut sind indes die fehlenden Trainingskilometer nach wie vor anzumerken. Die Tessinerin wurde 15. Die übrigen Schweizerinnen: Johanna Hählen (11.), Jasmin Flury (24.), Corinne Suter (25.), Denise Feierabend (34.), Priska Nufer (41.).
Frank Gunn, Keystone
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Michelle Gisin über ihren ersten Speed-Podestplatz Michelle Gisin, Sie schafften es in Ihrer erst sechsten Spezial-Abfahrt unter die ersten drei. Was fühlen Sie?

«Das ist völlig crazy – unglaublich. So ganz begreife ich es noch nicht. Bisher stand ich in einer Weltcup- und in einer WM-Kombination auf dem Podest. In einer Spezialdisziplin ist es noch etwas spezieller. Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass ich 2017 in einer Abfahrt auf dem Podest stehe, und dann noch in Lake Louise, hätte ich ihn ausgelacht. Dass Marc (ihr Bruder – die Red.) in Beaver Creek in die Top 30 gefahren ist, freut mich zusätzlich. Sich nach einem Schädel-Hirn-Trauma zurückzukämpfen, ist alles andere als einfach.»

Der Top-10-Platz am Freitag trotz eines grossen Umwegs zeigte, dass im zweiten Anlauf etwas möglich ist.

«Auf jeden Fall. Die Trainings im Sommer waren gut gelaufen, aber diese sind etwas ganz anderes. Ich kam ohne grosse Erwartungen nach Lake Louise, auch weil ich zum ersten Mal hier fuhr. Ich wollte nur die Strecke kennenlernen und später in Val d’Isère und St. Moritz bereit sein. In den ersten beiden Trainings war ich ausserhalb der Top 30, auch deshalb war ich mit dem Top-10-Platz im ersten Rennen schon überglücklich. Die Steigerung, die mir dann gelang, ist unglaublich. Sicher ist sie auch mit etwas Glück verbunden. Dass ich den Lauf so gut herunterbringe, ist alles andere als selbstverständlich.»

Worauf führen Sie die Fortschritte zurück?

«Luca (De Aliprandini, ihr Freund und ebenfalls Skirennfahrer - die Red.) und Marc haben mich über den Sommer gepusht. Mit so fitten Jungs zu trainieren, hilft massiv. Auch dank ihnen fühle ich mich fit und bereit für den Winter. Während der Saison helfen mir Dominique (die Schwester – die Red.) und die Familie, indem sie oft an den Rennen vor Ort sind.»

Vor den ersten Speedrennen der Saison nannten sie mit dem Startnummern-Reglement im Hinterkopf die 500-Punkte-Marke als Ziel. Dieses ist nun bereits erreicht.

«Die Marke ist wichtig und bedeutet mir auch viel. Man muss sie sich aber erhalten. Vor allem in der Kombination habe ich einige Punkte zu verlieren. Nun hoffe ich, dass im Riesenslalom ein paar Mal mit der Nummer 31 starten kann; der ‹Riesen› ist für mich das Herzstück des Skisports. Abfahrten und Slaloms geniessen aber weiter die volle Priorität. Wenn ich es am Sonntag im Super-G in die Punkte schaffen würde, wäre das schon ein Erfolg - auch wenn ich jetzt nicht mit einer der letzten Nummern starten muss.»

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