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Cologna triumphiert in Rybinsk

Erstmals in seiner Karriere steht der Bündner bei einem Skating-Rennen im Weltcup zuoberst auf dem Podest.

Überlegerener Sieger: Cologna gewinnt erstmals ein Skating-Rennen im Weltcup.
Überlegerener Sieger: Cologna gewinnt erstmals ein Skating-Rennen im Weltcup.
Keystone

Dario Cologna feiert in Abwesenheit der besten drei Langläufer in der Weltcup-Gesamtwertung eine Premiere. Er gewinnt in Rybinsk (Russ) erstmals auf Weltcup-Stufe ein Rennen über 15 km Skating.

Fast fünf Jahre ist es her, als Dario Cologna zum bis heute einzigen Mal nach einem 15-km-Rennen in der freien Technik zuoberst auf dem Podest gestanden war. In Whistler (Ka) krönte er sich Mitte Februar 2010 nach einem überlegenen Triumph erstmals zum Olympiasieger, seither liess sich der 28-Jährige vorwiegend nach Rennen in der klassischen respektive gemischten (Skiathlon) Technik in die Siegerlisten eintragen.

Der Triumph in Rybinsk 16,3 Sekunden vor dem russischen Tour-de-Ski-Dritten Jewgeni Below kam gleichwohl nicht überraschend, denn Cologna nahm den Wettkampf als auf dem Papier stärkster Langläufer und dergestalt als Letzter in Angriff. Martin Johnsrud Sundby, der Weltcup-Leader und Tour-de-Ski-Sieger, dessen norwegischer Landsmann Petter Northug wie auch der Schwede Calle Halfvarsson führen die Liste prominenter skandinavischer Abwesender 280 km nordöstlich von Moskau an.

Russland bringt Cologna Glück

Ein Selbstläufer war Colognas zweiter Saisonsieg nach jenem Anfang Jahr im Tour-de-Ski-Prolog in Oberstdorf (De) gleichwohl nicht. Derweil die Norweger und Schweden ohne einige ihrer besten Athleten an der Wolga auskommen mussten, nahm das erste Distanzrennen in Rybinsk für die russischen Lokalmatadoren einen grossen Stellenwert ein. Doch bereits nach einem Drittel der Renndistanz betrug Colognas Vorsprung auf Below acht Sekunden. Diese Marge verdoppelte der Schweizer schliesslich gar bis ins Ziel. Dritter wurde mit Sergej Ustjugow ein weiterer russischer Athlet, der vom Zürcher Reto Burgermeister trainiert wird.

Russisches Terrain scheint Cologna seit einigen Jahren besonders gut zu liegen. Der Bündner entschied nunmehr vier der letzten fünf Distanzrennen im grössten Land der Welt für sich. Letztmals in einem normalen Weltcup-Rennen ausserhalb einer Mehretappen-Veranstaltung hatte Cologna ebenfalls in Russland die Oberhand behalten - vor fast zwei Jahren bei der Olympia-Generalprobe in Sotschi in einem Skiathlon. Am Sonntag winkt Cologna im ersten Skiathlon der Saison eine weitere aussichtsreiche Chance für einen Sieg.

Enttäuschend verlief das Rennen für den zweiten Schweizer Starter. Toni Livers kam mit mehr als zweieinhalb Minuten Rückstand auf Cologna nicht über Platz 35 hinaus.

(si)

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