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Cologna besiegt seinen Fünfziger-Fluch

Dario Cologna gewinnt erstmals in seiner Karriere ein wichtiges 50-km-Rennen. In Oslo setzt sich der Bündner im Fotofinish durch.

Stolzer Sieger: Dario Cologna hat zum ersten Mal in seiner Karriere ein 50-km-Rennen gewonnen.
Stolzer Sieger: Dario Cologna hat zum ersten Mal in seiner Karriere ein 50-km-Rennen gewonnen.
AFP
Der Bündner setzt sich beim Zieleinlauf knapp vor dem Norweger Martin Johnsrud Sundby durch.
Der Bündner setzt sich beim Zieleinlauf knapp vor dem Norweger Martin Johnsrud Sundby durch.
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Glücklich posiert der Schweizer neben Sundby (l.) und dem drittplazierten Maxim Vylegzhanin (r.) aus Russland.
Glücklich posiert der Schweizer neben Sundby (l.) und dem drittplazierten Maxim Vylegzhanin (r.) aus Russland.
AFP
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Dario Cologna lag wenige Zentimeter hinter der Ziellinie im Schnee, fast eine Minute lang. Sein banger Blick wusste nicht so recht, wo er hingehen sollte. Endlich der erste Sieg in einem wichtigen Fünfziger oder wieder ein 2. Platz?

2012 hatte der Bündner am Holmenkollen den Sieg gegen Eldar Rönning um 0,6 Sekunden verpasst, 2015 gegen Sjur Röthe ebenfalls in einem Fotofinish. Diesmal, am Tag vor seinem 32. Geburtstag, waren die Millimeter aber auf Colognas Seite. Das Warten endete in der grossen Erleichterung.

Colognas Palmarès komplettiert

«Das ist das wichtigste Einzelrennen im Weltcup», machte der Bündner klar, wie viel ihm dieser Sieg bedeutet. «Es war das letzte grosse Rennen, das ich in meiner Karriere noch nie gewonnen hatte.» Cologna verdiente sich diesen Sieg nicht nur mit starken Beinen, sondern auch mit einer perfekten taktischen Vorstellung. Zudem kam ihm entgegen, dass im Gegensatz zu zu den letzten beiden Jahren im Skating-Stil gelaufen wurde.

«Ich fühlte mich gut und wollte immer vorne mitlaufen.» Tatsächlich zeigte sich der vierfache Olympiasieger während der gut zwei Stunden Laufzeit immer sehr präsent und hielt er sich konstant in der Spitzengruppe auf. Beim letzten Bonussprint setzte sich eine Siebnergruppe ab, die einen Kilometer vor dem Ziel zum Schlusskampf ansetzte. Cologna bog vor Sundby als Erster auf die Zielgerade ein. Der Norweger, der in den letzten beiden Jahren am Holmenkollen gewonnen hatte und als erster Langläufer drei Siege in Folge hätte feiern können, schloss aber noch auf. Bis auf ein paar Millimeter.

«Sundby war am Ende wohl stärker», stellte der Münstertaler fest. Er hatte bereits im letzten Anstieg gespürt, dass der Norweger sein härtester Konkurrent sein würde. Entsprechend setzte er alles daran, als Erster auf die Zielgerade einzubiegen. In der letzten Kurve lief er aussen an Sundby vorbei und hielt den letztlich drittplatzierten Russen Maxim Wylegschanin in Schach. «Zum Glück bin ich mit einem kleinen Vorsprung auf die Zielgerade gekommen», betonte Cologna.

Gesamt-Weltcup kaum noch in Reichweite

Der 26. Weltcupsieg – der fünfte in diesem Winter – ist für Cologna einer der wertvollsten. «Das war eine fantastische Saison mit dem Sieg an der Tour de Ski und Olympiagold», sagte er. «Der Fünfziger am Holmenkollen war das letzte grosse Ziel.»

Der Gewinn des Gesamtweltcups liegt für den Bündner kaum noch in Reichweite. Das war für ihn bereits nach den Olympischen Spielen klar, weshalb er die Rennen in Lahti in der letzten Woche ausliess. Zwar beendete Leader Johannes Hösflot Klaebo das Heimrennen nur an 40. Stelle. Der Norweger geht aber mit einem Vorsprung von 224 Punkten auf Cologna ins Weltcup-Finale in Falun. Cologna übernahm aber die Führung in der Distanz-Disziplinenwertung.

Der zweite Schweizer Toni Livers verpasste als 33. die Punkteränge.

Millimeter entscheiden

Das Zielfoto zeigte dann, dass Cologna nach zwei 2. Plätzen in Oslo diesmal gegenüber dem zeitgleichen Sundby die Millimeter auf seiner Seite hatte. 2012 hatte er den Sieg gegen Eldar Rönning um 0,6 Sekunden verpasst, 2015 gegen Sjur Röthe ebenfalls in einem Fotofinish. Einen Tag vor seinem 32. Geburtstag reichte es Cologna so in extremis zum ersten Sieg in einem 50er.

Der Gewinn des Gesamtweltcups liegt für den Bündner kaum noch in Reichweite. Er übernahm aber die Führung in der Distanz-Disziplinenwertung. Der zweite Schweizer Toni Livers verpasste als 33. die Punkteränge.

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