Meillard wird Dritter, Pinturault siegt

Beim dritten Event in Bormio schafft es Loic Meillard aufs Podest. Sieger wird der grosse Favorit.

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Am Ende jubelte dann doch der Altbekannte. Da blieb Aleksander Aamodt Kilde nur das Applaudieren. Was will der Norweger auch anderes machen, schliesslich handelt es sich bei seinem Bezwinger um den perfekten Kombinierer, den komplettesten aller Skifahrer: Alexis Pinturault, Favorit auf den Sieg des Gesamtweltcup, auch angeschlagen übertrifft er in Bormio alle. Es ist sein 26. Weltcup-Sieg.

Kilde hatte davor einige Angriffe abgewehrt und eine bemerkenswert gute Slalom-Leistung gezeigt. Unter anderem scheiterte Loïc Meillard an der Zeit des Muskelpakets, 77 Hundertstel Rückstand hatte er aus dem Super-G mitgenommen, fünf waren es im Ziel. Dem Romand blieb Rang 3, zum ersten Mal in dieser Saison steht er auf dem Podest, zum dritten Mal in seiner Karriere. Und er beweist, dass auch er ein sehr polyvalenter Rennfahrer ist. Seine Podestplätze holte er in drei Disziplinen, je einen im Slalom, dem Riesenslalom und eben am Sonntag in der Kombination.

Neuer Modus

Die Kombination wurde auf diese Saison hin revolutioniert. Neu darf der Führende nach dem Super-G, in diesem Fall Kilde, als Erster zum Slalom antreten. Man verspricht sich einen ausgeglicheneren Wettbewerb, wenn Speedfahrer in einer ihr etwas fremden Disziplin auf einer wenig ramponierten Piste fahren dürfen. Dafür, dass das gelungen ist, spricht Kilde. Dagegen aber spricht, dass mit Meillard und Pinturault wie in vergangenen Kombinationen vor allem Techniker auf dem Podest standen. Und dass Speedfahrer wie Vincent Kriechmayr oder Dominik Paris auch so vier bis sieben Sekunden langsamer waren als Pinturault.

Auch für die Schweizer neben Meillard endete das Rennwochenende von Bormio erfolgreich. Gino Caviezel wurde nach einem starken Super-G Siebter, Justin Murisier landete gleich dahinter. Stefan Rogentin feierte mit Rang 14 die beste Klassierung seiner Karriere und auch Urs Kryenbühl (22.) und Niels Hintermann (23.), die Überraschungsmänner vom Samstag, holten Weltcup-Punkte. Unmittelbar vor ihnen klassierte sich Gilles Roulin.

mro

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