Zum Hauptinhalt springen

Am Engadiner war der Bär los

Mit seinem Sieg im Engadin Skimarathon hat Remo Fischer den bedeutendsten Erfolg seiner Karriere erzielt. Nach einem Solo über 29 km gewann Fischer überlegen mit beinahe zweieinhalb Minuten Vorsprung.

42 km vor sich: Die Skis werden für den 43. Engadin Skimarathon bereit gemacht.
42 km vor sich: Die Skis werden für den 43. Engadin Skimarathon bereit gemacht.
Keystone
Volksauflauf im Bündnerland: Rund 12'000 Wintersportlerinnen und Wintersportler nahmen die Strecke in Angriff.
Volksauflauf im Bündnerland: Rund 12'000 Wintersportlerinnen und Wintersportler nahmen die Strecke in Angriff.
Keystone
Mit Abstand gewonnen: Die Italienerin Antonella Confortola konnte sich wie Fischer vom Feld absetzen.
Mit Abstand gewonnen: Die Italienerin Antonella Confortola konnte sich wie Fischer vom Feld absetzen.
Keystone
1 / 11

Remo Fischers Revanche für die WM-Enttäuschung ist geglückt. Fischer hatte bereits nach rund 13 km der 42 km langen Strecke angegriffen: beim Aufstieg zur Schanze von St. Moritz. Hinter der Tempoverschärfung steckte nicht die Absicht, sich von der Konkurrenz zu verabschieden. Fischer setzte auf den ersten Sprint in St. Moritz Bad, wo er sich eine Prämie von 1000 Franken holen wollte. Ohne zu forcieren, lief Fischer nach dem Gewinn der Prämie weiter. Doch die Konkurrenz machte sich nicht daran, seinen Vorsprung wettzumachen. Im Gegenteil, die Zeitdifferenz wuchs an.

Das Ziel erreichte Fischer solo nach 1:39:51 Stunden. Der Effort des Siegers war enorm, denn leichter Schneefall führte zu einer stumpfen Loipe, was einen grossen Kraftaufwand erforderte. Fischers Vorsprung auf die Nachfolgenden war eklatant. Fabio Santus (It), der die ersten Verfolger im Spurt um den 2. Platz schlug, wies 2:25 Minuten Rückstand auf.

Bis anhin hatte Fischer trotz beachtlichen Leistungsausweises im Skatingstil und auf den langen Distanzen am Engadin Skimarathon wenig vorzuweisen. Seine etwas mangelhaften Spurtqualitäten sind der Hauptgrund dafür. "Der Engadiner war nie mein Rennen gewesen, aber diesmal ermöglichte wohl die Wut im Bauch diesen Effort", lachte der Sieger. Der gebürtige Zürcher Oberländer hatte an der WM in Oslo im 50-km-Marathon die Erwartungen mit Platz 37 nicht erfüllen können und deshalb Norwegens Hauptstadt mit einer grossen Enttäuschung verlassen.

Wenig überraschend setzte sich bei den Frauen Antonella Confortola (It) durch. Die WM-Neunte von Oslo über 30 km distanzierte die Konkurrentinnen um über drei Minuten. Hinter Célia Bourgeois (Fr) erkämpfte sich die Bündnerin Seraina Boner Platz 3.

si/ot

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch