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«Alle zwei Jahre gibt es in Kitzbühel einen fast tödlichen Unfall»

Gesamtweltcup-Leader Ivica Kostelic prangert nach Hans Gruggers schwerem Sturz auf der Streif die Sensationslust des Ski-Weltverbands FIS an und fordert ein radikales Umdenken.

Hans Grugger verliert beim Sprung in die Mausefalle nach 8 Fahrsekunden die Balance und kommt nach rund 40 Metern verdreht und unkontrolliert zu Boden. Nach dem Aufprall auf der eisigen Piste überschlägt er sich mehrfach. Danach wird er auf der Strecke eine halbe Stunde lang notversorgt.
Hans Grugger verliert beim Sprung in die Mausefalle nach 8 Fahrsekunden die Balance und kommt nach rund 40 Metern verdreht und unkontrolliert zu Boden. Nach dem Aufprall auf der eisigen Piste überschlägt er sich mehrfach. Danach wird er auf der Strecke eine halbe Stunde lang notversorgt.
Reuters
Der Schweizer stürzt beim Zielsprung, er erleidet ein Schädel-Hirn-Traum, liegt drei Wochen im künstlichen Tiefschlaf. Im vergangenen Dezember kehrte er beim Riesenslalom in Beaver Creek in den Weltcup zurück. Ausgerechnet gestern war Albrecht erstmals im Winter wieder in Kitzbühel und bei der Besichtigung der Strecke am Morgen dabei.
Der Schweizer stürzt beim Zielsprung, er erleidet ein Schädel-Hirn-Traum, liegt drei Wochen im künstlichen Tiefschlaf. Im vergangenen Dezember kehrte er beim Riesenslalom in Beaver Creek in den Weltcup zurück. Ausgerechnet gestern war Albrecht erstmals im Winter wieder in Kitzbühel und bei der Besichtigung der Strecke am Morgen dabei.
Reuters
Der Deutsche stürzt bei Tempo 130 am Hausberg, überschlägt sich schier endlos oft. Wirbelverletzungen und eine schwere Hirnerschütterung beenden seine Laufbahn.
Der Deutsche stürzt bei Tempo 130 am Hausberg, überschlägt sich schier endlos oft. Wirbelverletzungen und eine schwere Hirnerschütterung beenden seine Laufbahn.
Reuters
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«Ayrton Sennas Tod im Jahr 1994 hat in der Formel 1 ein regelrechtes Erdbeben ausgelöst, nach Hans Gruggers Sturz ist aber gar nichts passiert. Der Sprung, der ihm zum Verhängnis wurde, ist am Samstag wahrscheinlich wieder genau gleich», polterte Ivica Kostelic am Freitagnachmittag im Anschluss an seinen Sieg im Super-G von Kitzbühel. Kostelic ist empört darüber, dass die FIS bislang keine Anstalten gemacht hat, die Mausefalle auf der berüchtigten Streif zu entschärfen. Dort springen die Abfahrer rund 80 Meter weit in die Tiefe. Für die Zuschauer ist dies ein grosses Spektakel, für die Athleten eine Mutprobe, die - das zeigt der Fall Grugger - fatal enden kann.

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