«Die Reaktionen von Djokovic und Bolt machen mich stolz»

Freeskier Andri Ragettli (20) über prominente Fans seiner Videos und den Druck, sich selbst zu übertreffen.

Viral-Hit: Auch Andri Ragettlis dritter Parcours-Clip schlug ein. Video: Tamedia/Instagram

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Andri Ragettli, Novak Djokovic ist so angetan von Ihrem Parcours-Video, dass er sich an ähnlichen Gleichgewichts-Übungen versucht und Ihnen geschrieben hat, er freue sich auf eine Lektion. Haben Sie ihm schon eine Einladung geschickt?
(lacht) Nein, noch nicht. Aber ich werde ihm sicher eine Lektion geben, wenn ich dafür eine Tennislektion bekomme, da ich auch ab und zu spiele. Bei unseren Terminkalendern könnte es allerdings etwas kompliziert werden.

Ihr Instagram-Profil verrät, dass Sie Federer-Fan sind.
Absolut. Ich musste aber ziemlich lachen, als ich Djokovics Post sah. Ich fands krass, dass so ein Superstar solche Gleichgewichtsübungen macht, weil er bei mir gesehen hat, dass es nicht schaden kann. Mit seiner Antwort hat er bei mir viele Sympathiepunkte gesammelt. Ich bin jetzt auch Djokovic-Fan.

Vor Djokovic hatten bereits LeBron James, Usain Bolt und Snoop Dogg Gefallen an Ihrem Clip gefunden. Hätten Sie eine solche Resonanz für möglich gehalten?
Nicht unbedingt. Es ist erstaunlich, was für Leute das Video gesehen haben. Das macht mich auch stolz. Vor dem Posten war ich mega nervös gewesen, weil ich nicht wusste, ob es gut ankommt. Wenn deine ersten beiden Parcours-Videos viral gehen, hast du natürlich hohe Erwartungen und hoffst, dass es wieder passiert. Umso mehr Mühe habe ich mir beim dritten gegeben.

Der Druck wird also mit jedem Video grösser?
Auf jeden Fall. Es ist nicht ganz ohne, denn ich will die Leute ja nicht enttäuschen. Fürs nächste Jahr gehen mir allmählich die Ideen aus. Aber irgendetwas wird mir schon einfallen. Vor dem dritten Video habe ich die Fans dazu aufgerufen, mir mitzuteilen, was sie sehen wollen. Einiges habe ich dann eingebaut respektive umgesetzt.

Video: Djokovic macht den Ragettli

Der Tennisstar absolviert einen Mini-Parcours. Video: Tamedia/Twitter

Wie viel Kalkül steckt mittlerweile hinter solchen Clips? Geht es Ihnen in erster Linie darum, Ihre Reichweite zu erhöhen?
Ich habe natürlich im Hinterkopf, dass ich grösser und bekannter werden will, und mache diese Videos mittlerweile eher, weil das die Leute cool finden. Es macht mir aber einfach auch Spass. Das erste entstand zum Beispiel spontan. Ich war in Engelberg und sagte mir: Komm, ich lade ein Video hoch, das zeigt, wie ich anders trainiere als die anderen – und dann gings durch die Decke.

Ist das Ronaldo-Shirt Teil Ihrer Marketingstrategie?
Nein, ich bin wirklich ein grosser Fan, deshalb absolvierte ich den zweiten Parcours in seinem Trikot. Meinem Manager fielen fast die Augen heraus, weil ich kein Shirt meines Sponsors trug. Natürlich war der Sponsor auch nicht gerade angetan davon.

Und deshalb dachten Sie sich, Sie ziehen für das dritte Video ein Halb-Real-halb-Juve-Trikot von Ronaldo an?
(lacht) Na ja, sie wussten ja diesmal, dass das ein Gag war. Und sie profitieren ja auch davon, wenn ich bekannter werde.

Die Anzahl Ihrer Instagram-Follower stieg nach dem Parcours 3.0 innert Kürze von 129’000 auf 172’000.
Wenn es so ein Video von Instagram-Accounts verbreitet wird, die Millionen Follower haben, dann geht es natürlich schnell. Mich freuen aber auch die Nachrichten von all den Leuten, die cool finden, was ich mache, und die sagen, ich inspiriere sie. (kai)

Erstellt: 27.10.2018, 08:22 Uhr

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