Das Erfolgsgeheimnis der österreichischen Flieger

Die Skispringer des ÖSV sind bisher die grossen Dominatoren der Saison und damit auch die Favoriten für die Vierschanzentournee. Ihr Trainer verriet, was hinter dem Erfolg steckt.

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Thomas Morgenstern und Andreas Kofler dominieren bisher in dieser Saison, die beiden Österreicher haben sechs von sieben Weltcup-Springen gewonnen und sind damit erste Anwärter auf den Sieg in der 59. Vierschanzentournee. Hinter dem Duo stehen mit Wolfgang Loitzl, Manuel Fettner oder Martin Koch weitere Spitzenspringer bereit, allenfalls in die Bresche zu springen. Und dabei ist Österreichs Überflieger der letzten Jahre, Gregor Schlierenzauer, im Moment wegen eines Innenbandeinrisses im rechten Knie ausser Gefecht.

In einem Interview mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA erklärte Cheftrainer Alexander Pointner zumindest einen Teil des Erfolgsgeheimnisses. «Jeder kann sich entfalten, es sind auch sehr viele Leute, die in der ganzen Maschinerie mitspielen können und am Erfolg teilhaben können», erklärt Pointner. Teil dieser Maschinerie ist unter anderem ein lückenloses Netz an Stützpunkttrainern.

Leistungsschub dank Neurocoaching

Die österreichischen Skispringer profitieren aber auch von der intensiven Zusammenarbeit innerhalb des Verbands. Sportdirektor Hans Pum ist nun ebenso für alle Disziplinen zuständig wie Toni Giger, Leiter für Entwicklung, Forschung und Innovation, nicht mehr nur den Alpinen zur Verfügung steht. «Es ist eine gegenseitige Wertschätzung zwischen den Disziplinen da», lobt Pointner die Zusammenarbeit. Es gebe ein tolles Arbeitsklima und den Zugriff auf alle Ressourcen des alpinen wie des nordischen Lagers, was gerade im Materialsektor einen unschätzbaren Vorteil darstelle.

Neben Fortschritten im Materialbereich – die Österreicher verwenden nun ebenfalls die krumme Bindung von Simon Ammann – und der interdisziplinären Zusammenarbeit setzen die ÖSV-Springer auch auf Neurocoaching, eine Methode zur persönlichen Leistungsoptimierung. Pointner erklärte selber, er habe durch den Einsatz von Neurocoaching eine neue Motivation erhalten. «Ich sehe die Perspektiven, um mich selber weiterzuentwickeln», erklärte der Trainer, der selbst glaubt, in diesem Bereich erst rund 50 Prozent des Potenzials ausgeschöpft zu haben.

DerBund.ch/Newsnet

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