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Winokurow soll Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich gekauft haben

Für 100'000 Euro soll Alexander Winokurow 2010 den Sieg beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich gekauft haben. Dies behauptet das Westschweizer Magazin "L'Illustré".

Der Kasache Winokurow und der Russe Alexander Kolobnew sollen sich vor dem möglichen Schlussspurt von Lüttich-Bastogne-Lüttich abgesprochen und auf den Geldbetrag geeinigt haben. Danach distanzierte Winokurow seinen letzten verbliebenen Konkurrenten problemlos, erkannte "L'Illustré".

Das Magazin stützt sich zum einen auf die Videobilder des Eintagesrennens, die zeigen sollen, dass Kolobnew keinen Widerstand leistete, als Winokurow 500 Meter vor dem Ziel angriff, zum anderen auf einen E-Mail-Verkehr zwischen den beiden Protagonisten. "Kolobnew übermittelte Winokurow am Tag nach dem Rennen seine Bankkoordinaten der BSI in Locarno", so "L'Illustré".

Kolobnew soll als Einleitung der E-Mail zudem geschrieben haben: "Du erinnerst dich, dass es für mich eine riesige Chance gewesen wäre. Ich weiss nicht, ob ich richtig gehandelt habe. Gegen jeden anderen wäre ich um den Sieg, um den Ruhm und den Bonus gefahren. An diesem Tag fühlte ich mich stärker als je zuvor. Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig als zu warten, ob das alles umsonst war. Mein einziger Trost ist, dass du gewonnen hast. (...) Lösche diese Mail, sonst riskiere ich viel Ärger."

Winokurow, der unter anderem 2003 die Tour de Suisse und 2006 die Vuelta gewonnen hatte, sieht hinter den Anschuldigungen politisches Kalkül: "Dahinter stecken Leute, die meinen Kopf wollen. Ich kann das Gerede über mich nicht akzeptieren. Es ist doch eigenartig, dass ich ein paar Tage zuvor meine Kandidatur für das kasachische Parlament angekündigt habe." Er wolle juristisch gegen "L'Illustré" vorgehen.

Winokurow war Ende November von Kasachstans Regierungs-Partei Nur Otan als Kandidat für die nächsten Parlamentswahlen nominiert worden. Im September hatte Winokurow seinen Vertrag beim Team Astana verlängert und damit seinen Rücktritt vom zuvor verkündeten Rücktritt erklärt. Eigentlich hatte der 38-Jährige, der 2007 nach einem positiven Dopingtest zwei Jahre gesperrt worden war, seine Karriere nach einem schweren Sturz bei der Tour de France 2011 beenden wollen.

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