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Weltcupleader Cologna scheiterte in den Halbfinals

Der Auftakt der WM in Oslo endete für Dario Cologna mit einer Enttäuschung. Der Schweizer schied im Sprint in der freien Technik in den Halbfinals ebenso aus wie der überraschende Martin Jäger.

Für Norwegen hingegen begannen die Titelkämpfe am Holmenkollen nach Mass. Marit Björgen gewann das 100. WM-Gold vor Titelverteidigerin Arianna Follis (It) und Petra Majdic (Sln). Wenig später dämpfte Marcus Hellner die norwegische Euphorie. Der Schwede setzte sich in beeindruckender Manier gegen Petter Northug durch. Rang drei ging an Emil Jönsson (Sd).

Cologna verzeichnete in den Halbfinals einen schlechten Start -- sonst eine seiner Stärken -- und bog als Letzter in die erste Kurve ein. Zweimal unternahm er den Versuch, sich an die Spitze vorzudrängen. Doch beide Male wurde er eingeklemmt und auch auf der Zielgeraden tat sich kein Loch auf. "Es wäre heute mehr möglich gewesen. Ich fühlte mich gut", sagte der zweifache Sieger der Tour de Ski. In den Viertelfinals hatte Cologna zusammen mit Titelverteidiger Ola Vigen Hattestad (No) das Feld noch im Griff gehabt. Doch der Halbfinal, in dem es zum ersten Aufeinandertreffen mit Northug kam, missriet. In der Endabrechnung wurde der Weltcup-Leader Neunter, vor zwei Jahren in Liberec (Tsch) hatte er noch den vierten Platz erreicht.

Der junge Schweizer Martin Jäger überraschte hingegen als Elfter positiv. Er zeigte, dass der 4. Rang im Januar in Rybinsk (Russ) keine Eintagsfliege war. Zunächst verblüffte er in der Qualifikation mit der drittbesten Zeit. Und auch seinen Viertelfinal gewann der 23-Jährige aus Vättis im Taminatal souverän vor dem Russen Nikolai Morilow. In den Halbfinals erging es ihm ähnlich wie Cologna. Aus letzter Position machte er zwar noch einige Plätze gut, doch ein Stockbruch beendeten seine Finalträume. Der kaufmännisch ausgebildete Grenzwächter gilt als grosses Nachwuchstalent. Vor einem Jahr gewann er an den U23-WM in Hinterzarten die Silbermedaille.

Silvana Bucher schied in den Viertelfinals als Viertklassierte ihrer Serie aus. Der Schweizerin, die in Trondheim lebt, fehlten 1,9 Sekunden, um als Lucky Loser in die Halbfinals vorzustossen. Taktisch beging Bucher keinen Fehler. Sie lief zunächst in zweiter Position, verfügte aber im Endspurt nicht mehr über die nötige Spritzigkeit. Bereits in der Qualifikation war Laurien van der Graaff (Sz) als 40. um fünf Sekunden am Cut gescheitert. Die Top 30 verpassten auch Jöri Kindschi (38.) und Christoph Eigenmann. Dem Duo fehlte etwas mehr als eine Sekunde.

Zu den Sturzopfern zählte unter anderen die Amerikanerin Kikkan Randall (USA). Die WM-Zweite von Liberec 2009 blieb am Ski von Ida Ingemarsdotter (Sd) hängen. Die Schwedinnen hatten in den Halbfinals vier Läuferinnen am Start, schafften den Finalvorstoss aber nicht. Überraschend war das Ausscheiden von Norwegens Topsprinter Anders Glöersen in den Viertelfinals. Er kam nicht an Emil Jönsson (Sd) und Alex Harvey (Ka) vorbei.

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