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Zu früh gefreut – und bittere Tränen geweint

Lonah Chemtai Salpeter jubelt beim 5000-m-Rennen bereits nach 4600 Metern über Silber – und verpasst deshalb die EM-Medaillen.

Das persönliche Drama der Lonah Chemtai Salpeter im Video. Quelle: SRF

Aus Schweizer Sicht war Mujinga Kambundji der Pechvogel des letzten Tages der Leichtathletik-EM. In Berlin wurde die Bernerin genauso wie über 100 und 200 m mit der Sprintstaffel Vierte und verpasste eine Medaille damit zum dritten Mal denkbar knapp.

Untröstlich war gestern auch eine andere Viertplatzierte. Lonah Chemtai Salpeter weinte nach dem Zieleinlauf über 5000 Meter bittere Tränen. Die Israelin hatte eine Medaille aber nicht verpasst, weil sie zu wenig schnell gelaufen war. Sie hatte sich schlicht verzählt.

Die verbrauchten Kräfte

Eine Runde zu früh setzte Salpeter zum Schlussspurt an, überquerte die Ziellinie, bremste ab, hielt sich die Hände vors Gesicht – und freute sich über die vermeintliche Silbermedaille (Video oben). Dabei hatte sie erst 4600 Meter zurückgelegt, eine Glocke läutete gerade die letzte Runde ein.

Die 29-Jährige bemerkte ihr Missgeschick schnell, rannte noch immer an zweiter Stelle laufend weiter. Doch ihre Kräfte waren aufgebraucht, sie musste noch zwei Konkurrentinnen vorbeiziehen lassen und verpasste das Podest.

Untröstlich: Salpeter weint auf dem Berliner Rasen. Bild: Getty Images.
Untröstlich: Salpeter weint auf dem Berliner Rasen. Bild: Getty Images.

Salpeter dürfte irgendwann trotzdem versöhnlich auf die EM zurückschauen: Sie hatte am Mittwoch über 10'000 Meter Gold gewonnen.

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