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Wie die All Blacks den Haka lernten

Der Kriegstanz der Neuseeländer ist Tradition und Spektakel. Aber das war nicht immer so: Einst tanzten sie wie blutige Anfänger. Angst davor hatte damals niemand.

In Perfektion: Die All Blacks und ihr Haka.
In Perfektion: Die All Blacks und ihr Haka.
Keystone

Wenige Riten in der Welt des Sports sind so spektakulär und faszinierend, aber auch furchteinflössend wie der Haka der Neuseeländer. Diesen Tanz ihrer Ureinwohner, der Maori, praktizieren die All Blacks seit 1905. Jeweils vor dem Anpfiff ausgeführt, soll er dem Gegner Angst bereiten und das eigene Selbstvertrauen stärken. Der Haka wird deswegen als Kriegstanz interpretiert, was aber nur bedingt richtig ist.

Der Haka ist Teil des Mythos, der die All Blacks umgibt und der das erfolgreichste Nationalteam des Rugby-Sports so beliebt macht bei Fans auf der ganzen Welt. Inzwischen ist der Tanz ein perfekt inszeniertes und choreografiertes Spektakel, die Fotografen und Kameramänner legen sich auf die Lauer, um das beste Bild zu schiessen. Das wird auch heute so sein, wenn die Neuseeländer im WM-Final gegen Rivale Australien (ab 17 Uhr MEZ) ihren dritten Titel erringen wollen.

Aber: Es war nicht immer so. Auch die Neuseeländer mussten den perfekten Haka erst lernen – das beweisen vier Videos aus den vergangenen 93 Jahren eindrücklich.

Synchronität in Grauweiss: Mitglieder der Maori-Auswahl bei einem Spiel gegen New South Wales im Jahr 1922.

Tanz der Koteletten: Vor dem Spiel gegen die britische Auswahl der Barbarians 1973 scheint niemand so richtig zu wissen, was der Nebenmann tut.

Irische Provokation: Wenn sich der Gegner traut, den All Blacks die Stirn zu bieten – wie 1989 die Iren –, gerät manchmal die schön einstudierte Choreografie aus den Fugen.

Angedrohte Enthauptung inklusive: Es ist die kriegerische Improvisation des Tanzes, die Variante «Kapa o Pango». Sie zeigen die All Blacks vor wichtigen Spielen, wenn die Nerven besonders angespannt sind. Zum Beispiel wie im Video im Viertelfinal der diesjährigen WM gegen Frankreich. Oder wie voraussichtlich auch heute gegen die Australier.

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