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Vom Olymp gestossen

Den Topfunktionären des Sports fehlte der Bezug zur Realität. Nun werden viele gestürzt. Ein Kulturwandel deutet sich an.

Verleihung des Ballon d’Or in Zürich. Mit Anlässen wie diesem zementierten die Götterväter des Weltfussballs ihre Macht. Foto: Fabrice Coffrini (AFP)
Verleihung des Ballon d’Or in Zürich. Mit Anlässen wie diesem zementierten die Götterväter des Weltfussballs ihre Macht. Foto: Fabrice Coffrini (AFP)

Mark Pieth hat viele menschliche Abgründe gesehen. Als führender Spezialist zu den Themen Corporate Governance und Anti-Korruption berät der Basler Strafrechtsprofessor oft Staaten und ihre Institutionen. Trotzdem staunte Pieth, als er sich anschickte, seinen hartnäckigsten Fall anzugehen: den Weltfussballverband. «Über der Fifa ist nur der liebe Gott», sagte er 2011. Er verstand seine Aussage keineswegs bloss als Scherz. Da hatten sich ältere Männer über viele Jahre eine Parallelwelt aufgebaut, weil sie sich vor keiner externen Instanz zu rechtfertigen brauchten.

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