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Voller Stolz im eisigen Wind

Green Bay hat 100'000 Einwohner und 1 Footballteam. Und nirgendwo pulsiert der amerikanische Sport stärker.

Handschuhe für die hartgesottenen Footballer Clinton Dix (Green Bay, links) und Gronkowski (Patriots). Foto: Chris Humphreys (Reuters)
Handschuhe für die hartgesottenen Footballer Clinton Dix (Green Bay, links) und Gronkowski (Patriots). Foto: Chris Humphreys (Reuters)

Einmal erwischt sie jeden. Schleichend kommt sie, die Kälte, und kriecht die Beine hoch. Vier, fünf, sogar sechs Stunden im Wind fordern ihre Opfer, und als dick verpackter Zuschauer fragt man sich irgendwann: Wie überleben das die Spieler in ihren Kurzarmleibchen?

Das Lambeau Field in Green Bay ist kein Ponyhof. Es ist das kälteste Stadion in Nordamerika, der unwirtlichste Ort für Sport, selbst für das raue American Football. Die National Football League trägt ihre Saison im zweiten Halbjahr aus, doch während das im warmen ­Texas keinen grossen Unterschied ­ausmacht, ist das hier, im nördlichen ­Wisconsin nahe der Grenze zu Kanada, deutlich zu spüren. Gefrorene Tundra nennen sie den Rasen im Stadion, der so hart ist, als schlage der Ellbogen nach ­einem Tackling auf Beton auf. Minus 26 Grad Celsius haben sie gemessen, als die Green Bay Packers 1967 die Dallas Cowboys empfangen haben. Als «Ice Bowl» ging das Spiel in die Geschichte ein.

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