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Verlierer-Stadt träumt vom Triumph

Die Philadelphia Phillies führen nach dem 10:2-Erfolg gegen die Tampa Bay Rays in der «World Series» 3:1 und stehen vor dem Gewinn des Baseball-Meistertitels.

Hoffnung: Die in den letzten Jahren nicht vom Erfolg verwöhnten Fans in Philadelphia sind in Feierlaune.
Hoffnung: Die in den letzten Jahren nicht vom Erfolg verwöhnten Fans in Philadelphia sind in Feierlaune.
Bloomberg

Noch ein Sieg. Nur noch ein Sieg. Die Sport-Fans in Philadelphia können es kaum fassen. Während Jahren mussten sie sich über ihre Teams ärgern. Letztmals konnte die mit 1,45 Millionen Einwohnern sechstgrösste Stadt der USA 1983 einen nationalen Titel in einer der vier «Major Sports» feiern, als die 76ers unter der Führung von Moses Malone und Julius Erving Basketball-Meister wurden.

Noch etwas länger liegen die Glücksmomente in den anderen Sportarten zurück. Die Phillies gewannen ihren einzigen Titel 1980. Die Flyers holten 1974 und 1975 den Stanley Cup - die sogenannten «Broad Street Bullies» machten sich zudem einen Namen als wohl härtestes und brutalstes Eishockey-Team der Geschichte. Die Erfolge des Football-Teams der Eagles (1948, 49 und 60) liegen gar noch viel weiter zurück.

Trotz, oder wohl eher wegen, der vielen Misserfolge sind die Fans in der «City of Brotherly Love», was eine Übersetzung des griechischen Namens von Philadelphia ist, mit besonders grosser Leidenschaft dabei. Wohl nirgends in den USA werden Verlierer so herzhaft ausgebuht wie in Philadelphia.

Über 10'000 Niederlagen

Vor allem die Phillies zementierten in den letzten Jahren das Verlierer-Image der Stadt im Bundesstaat Pennsylvania. Über 10'000 Niederlagen schaffte im amerikanischen Profisport kein anderes Team.

Schon heute könnten die Phillies um Starspieler Chase Utley in ihrem letzten Heimspiel im ausverkauften Citizens Bank Park (45'903) mit einem Sieg die Best-of-seven-Serie entscheiden. Als Pitcher wird Cole Hamels starten, der die Phillies in all seinen vier Playoff-Auftritten zum Sieg führte. Die Fans in Philadelphia würden den Titel bestimmt ebenso emotional begleiten wie in den letzten Jahren die Misserfolge.

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