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Turbulenzen auf dem Überflug

Der Ukrainer Sergei Bubka sprang einst auf einsamer Höhe. Seither hat er sich immensen Reichtum und Einfluss in der Sportwelt verschafft. Nun kommt ihm der Machtwechsel in der Heimat dazwischen.

Sergej Bubka, wie wir ihn noch in Erinnerung haben: Als Zar des Stabhochsprungs. Der Ukrainer konzentriert sich beim Zürcher Meeting im Letzigrund. Sein Freiluftrekord von 6,14 m hat immmer noch Bestand. (Bild: 19. August 1992)
Sergej Bubka, wie wir ihn noch in Erinnerung haben: Als Zar des Stabhochsprungs. Der Ukrainer konzentriert sich beim Zürcher Meeting im Letzigrund. Sein Freiluftrekord von 6,14 m hat immmer noch Bestand. (Bild: 19. August 1992)
Keystone
Bubka, der Rekordmann: 35-mal hat der ehrgeizige Stabhochspringer seinen Weltrekord verbessert. Und jedes Mal hat er ganz schön abkassiert, auch mal einen tollen Sportwagen erhalten, wie hier 1994 im italienischen Sestriere. 2000 tritt er zurück und beginnt bald seine Karriere als Funktionär, Politiker und Geschäftsmann. (31. Juli 1994)
Bubka, der Rekordmann: 35-mal hat der ehrgeizige Stabhochspringer seinen Weltrekord verbessert. Und jedes Mal hat er ganz schön abkassiert, auch mal einen tollen Sportwagen erhalten, wie hier 1994 im italienischen Sestriere. 2000 tritt er zurück und beginnt bald seine Karriere als Funktionär, Politiker und Geschäftsmann. (31. Juli 1994)
Reuters
Bubka, der Politiker: Während der Winterspiele in Sotschi mahnt das Sportidol die ukrainische Bevökerung zu Ruhe und Ordnung. Ganz so nebenbei: Bubka steht dem fortgejagten Präsidenten Viktor Janukowitsch sehr nahe. (19. Februar 2014)
Bubka, der Politiker: Während der Winterspiele in Sotschi mahnt das Sportidol die ukrainische Bevökerung zu Ruhe und Ordnung. Ganz so nebenbei: Bubka steht dem fortgejagten Präsidenten Viktor Janukowitsch sehr nahe. (19. Februar 2014)
Keystone
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Der Sportfan kennt Sergei Bubka noch immer als Herr der Lüfte. 35-mal verbesserte er den Stabsprung-Weltrekord. Seine 6,14 m sind im Freien noch immer unerreicht, seit 20 Jahren. Inzwischen hat sich der Olympiasieger und sechsfache Weltmeister in ganz andere Höhen katapultiert. Auf 350 Millionen Franken wird sein Vermögen geschätzt, Herkunft nicht ganz klar. Jahrelang war er Berater des ukrainischen Machthabers Janukowitsch. Im Internationalen Olympischen Komitee gehört er zu den Schwergewichten, im Leichtathletik-Weltverband peilt er das Präsidium an. Kurz: Seit seinem Rücktritt als Athlet 2000 benötigte er bloss wenige Jahre, um zum weit vernetzten Multifunktionär aufzusteigen.

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