Teambesitzer nennt Spieler «Insassen»

Bob McNair, Besitzer der Houston Texans, giesst im Streit um die protestierenden Spieler in der National Football League Öl ins Feuer.

Fast die gesamte Mannschaft der Houston Texans kniete vor dem Spiel gegen Seattle während der Nationalhymne.

Fast die gesamte Mannschaft der Houston Texans kniete vor dem Spiel gegen Seattle während der Nationalhymne.

(Bild: Keystone)

Im Streit um die während der Nationalhymne protestierenden Spieler in der National Football League ist die nächste Eskalationsstufe erreicht. Bob McNair, Besitzer der Houston Texans, plädierte an einem Meeting der Teameigentümer für Massnahmen gegen die Proteste, ­indem er erklärte: «Wir dürfen nicht die Insassen das Gefängnis leiten lassen.»

Der TV-Sender ESPN machte die ­delikate Aussage publik. McNair, ein Unterstützer Donald Trumps im US-Wahlkampf des Vorjahres, entschuldigte sich, beteuerte aber, nicht die Spieler gemeint zu haben.

Besonders glaubhaft war diese Erklärung allerdings nicht, weshalb sich ­einige Spieler der Texans verärgert vom Freitagstraining suspendieren liessen und eine Aussprache verlangten. Diese soll am Samstagvormittag stattgefunden haben, die Spieler aber ebenfalls nicht restlos befriedigt haben, wie ein Reporter von NFL Network berichtet. Trotzdem verzichtete keiner von ihnen auf die Reise zum Auswärtsspiel von gestern Abend in Seattle. Dafür knieten oder setzten sich fast alle Spieler hin, während die Hymne abgespielt wurde.

Wie ESPN berichtet, sollen verschiedene NFL-Spieler nun für Montag ein Treffen einberufen haben. Zum Gespräch eingeladen sind auch Liga-Commissioner Roger Goodell, Bob McNair sowie Colin Kaepernick, mit dessen Protest im vergangenen Jahr die Debatte ins Rollen kam. (wie)

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