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Segelboot entgeht knapp einer Katastrophe

Die dänische Segel-Crew Vestas ist beim Volvo Ocean Race auf einem Riff gestrandet. Die Besatzung musste lange Zeit bis zur Rettung ausharren.

Segeln auf grosser See ist mit Risiko verbunden. Das musste auch das dänische Boot Vestas im Rahmen der Weltumsegelungsregatta Volvo Ocean Race erfahren. Am neunten Tag der 2. Etappe von Kapstadt nach Abu Dhabi lief das Boot bei St. Brandon auf einem Riff auf, rund 430 Seemeilen (cirka 800 Kilometer) nordöstlich von Mauritius. Nach der Havarie musste die neunköpfige Besatzung neun Stunden warten, ehe die Küstenwache am Sonntag eintraf und die Mannschaft von einem trockenen Punkt auf dem Riff bergen konnte. Die Crew hatte zuvor ihr Boot nach Wassereinbruch im Heck um Mitternacht durchs knietiefe Wasser watend verlassen müssen. Die Retter brachten nach der erfolgreichen Aktion die Schiffbrüchigen um den australischen Skipper Chris Nicholson zur kleinen Insel Ile du Sud, die zu den Cargados-Carajos-Inseln gehört. Von dort aus sollte die Crew aufs Festland gebracht werden.

Die Ursache für das Unglück sowie das Ausmass des Schadens am Boot, dessen beide Ruder brachen, sind nach wie vor ungeklärt. Viel wichtiger ist jedoch, dass alle mit dem Leben davonkamen. Dass Solidarität unter Seglern kein Fremdwort ist, bewies das Ocean-Race-Team Alvimedica. Es hatte die Etappe unterbrochen, um dem Boot Vestas über Nacht in etwa 1,8 Seemeilen (cirka 3,3 Kilometer) Sicherheitsabstand im Notfall beistehen zu können. In einem Youtube-Video (siehe oben) ist zu sehen, wie das Kontrollzentrum im spanischen Alicante mit dem Navigator der US-Crew, Will Oxley, kommuniziert. Die Amerikaner haben das Rennen inzwischen wieder aufgenommen.

Einer der härtesten Wettbewerbe auf Wasser

Die anderen Teilnehmer der Regatta waren nach dem Vorfall schockiert und sehr besorgt. Stellvertretend für alle schrieb Rekordteilnehmer Bouwe Bekking, der Skipper der Crew Brunel: «Worte sind im Moment nicht genug. Am wichtigsten ist, dass unsere Freunde in Sicherheit sind, denn wir alle sind eine grosse Familie in diesem Rennen.»

Das Volvo Ocean Race hiess früher The Whitbread Round the World Race, das erstmals 1973 durchgeführt wurde. Seit 2006 findet die rund zehnmonatige Regatta mit Start und Ziel in Europa alle drei Jahre statt. Sie gilt als eine der härtesten Herausforderungen im Segelsport, nicht zuletzt wegen der Wetterverhältnisse, die Wellenhöhen von 30 Metern und Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 km/h provozieren können.

dpa/fal

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