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Schweizer Staffel-Frauen sorgen für Exploit

An der Athletissima in Lausanne verbessert die Schweizer 4x100-m-Frauen-Staffel den Schweizer Rekord von 43,21 Sekunden um 27 Hundertstel auf hervorragende 42,94 Sekunden.

Ein starkes Quartett: Marisa Lavanchy, Lea und Ellen Sprunger sowie Mujinga Kambundji (v. l.) sorgen an der Athletissima für einen neuen Rekord über die 4 mal 100 Meter. 42,94 Sekunden sind eine Klasse-Zeit für die Schweizerinnen, die sich berechtigte Hoffnungen auf die EM in Zürich machen dürfen.
Ein starkes Quartett: Marisa Lavanchy, Lea und Ellen Sprunger sowie Mujinga Kambundji (v. l.) sorgen an der Athletissima für einen neuen Rekord über die 4 mal 100 Meter. 42,94 Sekunden sind eine Klasse-Zeit für die Schweizerinnen, die sich berechtigte Hoffnungen auf die EM in Zürich machen dürfen.
Keystone
Zuvor hat die Bernerin Kambundji über die 100 Meter knapp den nationalen Rekord verpasst.
Zuvor hat die Bernerin Kambundji über die 100 Meter knapp den nationalen Rekord verpasst.
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Auch der Hochsprung-Wettbewerb ist Klasse. Sieger Bogdan Bondarenko (2,40 m) scheitert allerdings auf der Weltrekordhöhe von 2,46 Meter.
Auch der Hochsprung-Wettbewerb ist Klasse. Sieger Bogdan Bondarenko (2,40 m) scheitert allerdings auf der Weltrekordhöhe von 2,46 Meter.
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Die Staffel-Läuferinnen Mujinga Kambundji, Marisa Lavanchy, Ellen und Lea Sprunger verbesserten die bisherige Bestmarke, erzielt im vergangenen Jahr bei den Weltmeisterschaften in Moskau sowie bei Weltklasse Zürich, um sagenhafte 27 Hundertstel. Damit gelang dem Quartett in der Hauptprobe für die Heim-EM in Zürich (12. bis 17. August) der erhoffte Sprung. Das gibt weiteres Selbstvertrauen und zeigt, dass selbst eine Medaille möglich ist. Mit Holland (42,40) und Deutschland (42,63) waren allerdings zwei europäische Nationen schneller.

Lausanne ist für die Schweizer Sprintstaffel der Frauen ein gutes Pflaster, stellte sie doch bereits 2011 und 2013 auf der Pontaise einen nationalen Rekord auf. Als die Schweizerinnen vor drei Jahren die damals 32-jährige Bestmarke (44,31) geknackt hatten, liefen sie 43,90. Dies zeigt, welche Fortschritte mit dem Staffelprojekt unter der Führung von Trainer Laurent Meuwly innert kürzester Zeit erzielt wurden. Knapp anderthalb Stunden zuvor hatte Kambundji über 100 m den eigenen Schweizer Rekord knapp verpasst. Mit 11,34 Sekunden war sie um ein Hundertstel langsamer als Mitte Juni in Genf.

Hussein verpasst sein Ziel

Wie Kambjundi durfte auch Kariem Hussein im Hauptprogramm starten. Der Langhürdler wollte diese Gelegenheit nutzen, um erstmals unter 49 Sekunden zu laufen. In Genf war er an dieser Marke mit 49,08 knapp gescheitert. Das Vorhaben verpasste der 25-jährige Thurgauer mit 49,38.

Hussein belegte im Weltklasse-Feld den siebenten Platz. Auf Jehue Gorden (Tri), den aktuellen Weltmeister, verlor er lediglich neun Hundertstel. Und der zweifache Olympiasieger Felix Sanchez war auch bloss drei Zehntel schneller. Sieger über 400 m Hürden wurde Javier Culson aus Puerto Rico. Der Olympia-Dritte von 2012 gewann mit 48,32.

Starker Auftritte von Gatlin und James

Sprinter Justin Gatlin (USA) setzt bei der Athletissima in Lausanne seine Siegesserie fort und bezwingt seinen Landsmann Tyson Gay bei dessen Comeback klar. Beim Diamond-League-Meeting setzte sich der 32-jährige Gatlin über 100 Meter in der Jahresweltbestzeit von 9,80 Sekunden durch. Gay wurde in seinem ersten Wettkampf nach einjähriger Dopingsperre in 9,93 Sekunden Zweiter. Den Triumph der US-Sprinter machte Michael Rogers als Dritter in 9,98 perfekt. Für Gatlin war es der neunte Sieg im neunten 100-Meter-Rennen in dieser Saison.

Der Kracher des Abends auf der Pontaise war aber das Rennen über die Stadionrunde: In einem begeisternden Endspurt stürmte 400-Meter-Olympiasieger Kirani James aus Grenada in fantastischen 43,74 Sekunden vor seinem Dauerrivalen LaShawn Merritt (USA/43,92) ins Ziel. James unterbot seine eigene Weltbestzeit um 23 Hundertstelsekunden. Schneller war seit 2007 kein Viertelmeiler mehr. Im Duell der beiden besten 400-m-Läufer steht es nun 7:5 für den 21-jährigen Athleten von der kleinen Karibikinsel.

Siegesserien halten an

Den hochstehenden Wettbewerb im Hochsprung gewann der Ukrainer Bogdan Bondarenko vor Landsmann Andri Prozenko. Beide übersprangen 2,40 m; Prozenko zum ersten Mal in seiner Karriere. An der Weltrekordhöhe von 2,46 m scheiterte Bondarenko dreimal. Stabhochsprung-Weltrekordler Renaud Lavillenie bleibt in dieser Saison ungeschlagen. Der 27-jährige Franzose feierte mit 5,87 Metern bereits seinen vierten Saisonsieg in der Diamond League nach Shanghai, Eugene und Oslo.

Auch Kugelstoss-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Valerie Adams setzte ihre Siegesserie fort: Mit 20,42 m blieb die 29-jährige Neuseeländerin nur um vier Zentimeter unter ihrer Jahresweltbestleistung. Dreisprung-Weltmeisterin Caterine Ibarguen (Kol) stellte mit 14,87 m ihre Saisonbestleistung ein, die in diesem Jahr von keiner anderen Athletin erreicht wurde.

si/fal

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