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Conor McGregor mit Blitzsieg bei Comeback

15 Monate nach seinem letzten Kampf feiert der Ire Conor McGregor gegen Donald Cerrone eine erfolgreiche Rückkehr in den Käfig.

Erik Hasselberg
Der Kampf zwischen McGregor und Cerrone dauerte keine Minute lang. (Video: ESPN)

Er ist nach wie vor der grösste und bekannteste Mixed-Martial-Arts-Kämpfer der Ultimate Fighting Championship: Conor McGregor. Nun hat der 31-Jährige mehr als 15 Monate nach seinem letzten Kampf in der Wüste Nevadas sein Comeback gegeben. Und was für eines: Der Ire bezwang den Amerikaner Donald «Cowboy» Cerrone am Samstagabend (Ortszeit) in der T-Mobile Arena in Las Vegas nach lediglich 40 Sekunden der ersten Runde durch technischen K.o..

Anders als sein Kontrahent Cerrone, der in den vergangenen drei Jahren zehn Mal in der UFC kämpfte, bestritt McGregor im selben Zeitraum lediglich einen Kampf – der sportlichen Niederlage bei seinem Kampf vor 15 Monaten gegen den Russen Chabib Nurmagomedow folgte eine Massenschlägerei, die für «The Notorious» in einer sechsmonatigen Sperre resultierte. Dennoch sahen Experten und Buchmacher in McGregor den Favoriten, dieser Rolle wurde der ehemalige Doppel-Weltmeister dann auch spektakulär gerecht.

Conor McGregors Comeback dauerte nur 40 Sekunden, danach konnte sich der Ire bereits als Sieger feiern lassen. Er gewann gegen Donald Cerrone in Las Vegas durch technischen K.o..
Conor McGregors Comeback dauerte nur 40 Sekunden, danach konnte sich der Ire bereits als Sieger feiern lassen. Er gewann gegen Donald Cerrone in Las Vegas durch technischen K.o..
Steve Marcus/Getty Images
Mehr als 15 Monate nach seinem letzten Kampf stieg der 31-Jährige wieder in das MMA-Oktagon.
Mehr als 15 Monate nach seinem letzten Kampf stieg der 31-Jährige wieder in das MMA-Oktagon.
Ethan Miller/Getty Images
Am 6. Oktober 2018 hatte der Ire (rechts) gegen den Russen Khabib Nurmagomedov verloren.
Am 6. Oktober 2018 hatte der Ire (rechts) gegen den Russen Khabib Nurmagomedov verloren.
Jeff Bottari/Getty Images
Nach dem Kampf verloren beide ihre Nerven und wurden von der UFC gesperrt.
Nach dem Kampf verloren beide ihre Nerven und wurden von der UFC gesperrt.
John Locher, Keystone
McGregor hatte sich auch schon im Boxring versucht. 2017 verlor er gegen Floyd Mayweather. Allerdings wurde ihm der Ausflug fürstlich vergütet. Angeblich 85 Millionen Dollar soll McGregor für den Kampf kassiert haben.
McGregor hatte sich auch schon im Boxring versucht. 2017 verlor er gegen Floyd Mayweather. Allerdings wurde ihm der Ausflug fürstlich vergütet. Angeblich 85 Millionen Dollar soll McGregor für den Kampf kassiert haben.
Christian Petersen/Getty Images
In der Nacht auf Sonntag stand ihm der Amerikaner Donald Cerrone (rechts) gegenüber.
In der Nacht auf Sonntag stand ihm der Amerikaner Donald Cerrone (rechts) gegenüber.
John Locher, Keystone
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Erster Sieg nach über drei Jahren

Heizte er zuletzt noch Rücktrittsgerüchte an, scheint das Grossmaul nun glücklich darüber zu sein, endlich wieder das zu tun, was es am besten kann. Der Sieg gegen Cerrone bedeutet, dass McGregor das Oktagon das erste Mal seit über 1100 Tagen als Sieger verlassen kann. Damals, 2016, war McGregor der Dominator der Szene und schaffte es, als erster Kämpfer in der UFC-Geschichte Champion in zwei Gewichtsklassen zu werden. Danach wagte der ehemalige Klempner-Lehrling einen Ausflug in den Boxring, wo er gegen Floyd Mayweather jedoch scheiterte. Und auch sonst zeugten seine Auftritte ausserhalb der Arena nicht immer von Glanz.

Kneipenschlägereien, Gerichtsverhandlungen und Missbrauchsvorwürfe bestimmten die Schlagzeilen. So hatte McGregor erst Mitte Oktober vor Gericht aussagen müssen, weil er in einem Pub in Dublin einem alten Mann ins Gesicht geschlagen hatte. Dieser hatte den von McGregor lancierten Whiskey nicht probieren wollen. Die Folge: Der Kämpfer wurde bei der Wahl zum beliebtesten Sportler in seiner Heimat mit nur zwei Prozent der Stimmen abgestraft.

Highlights der Pressekonferenz von McGregor und Cerrone. (Bild: Youtube/UFC)

Nun will der 31-Jährige wieder für sportliche Schlagzeilen sorgen. Vor dem Kampf erschien er herausgeputzt, in einem schicken karierten Anzug, mit akkurater Frisur und gepflegtem Vollbart zur Pressekonferenz. Und überraschte dort mit seinem Auftreten. Voller Respekt sprach er über seinen Gegner. «Ich habe einen starken Gegner, einen Veteranen», lobte McGregor. Er sei nur engagiert, konzentriert und glücklich, in Vegas zu sein.

Sein Gegner am Sonntag war der 36-jährige Donald Cerrone. Der «Cowboy» hält zwar den Rekord für die meisten UFC-Siege (23), verlor allerdings die drei letzten Kämpfe. «Er ist verdammt gut. Es ist eine Ehre, den Ring mit ihm zu teilen», sprach auch der 36 Jahre alte Cerrone im Vorfeld des Kampfes respektvoll über seinen Kontrahenten. Und musste während der Pressekonferenz gar lachen, als er dann doch wieder da war, einer dieser grossmauligen McGregor-Momente. Als «Mystic Mac» schaute der Ire in die Zukunft und sagte den Ausgang des Kampfes voraus. «Ein Knockout wird es in jedem Fall – oder ein Sieg per Aufgabe», war er sich sicher. Er behielt recht.

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