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Rang 4 statt Happy End

Im Teamfinal der Turn-EM in Bern wurde die Schweiz von den Französinnen noch aus den Medaillenrängen gedrängt.

Nach Sturz am Balken an den Medaillen vorbei: Giulia Steingruber ist enttäuscht.
Nach Sturz am Balken an den Medaillen vorbei: Giulia Steingruber ist enttäuscht.
Keystone

Kein Happy End im Märchen der Schweizer Turnerinnen: Vor heimischem Publikum in Bern verpassten sie im Teamfinal eine Medaille um 2,7 Punkte. Nach Rang 3 in der Qualifikation hatte die Equipe von Nationaltrainer Zoltan Jordanov Hoffnungen auf mehr gemacht und mit dem ersten EM-Edelmetall eines Schweizer Frauenteams geliebäugelt, im Final schliesslich waren die Französinnen im Kampf um Bronze aber stärker. Gold ging an Russland, Silber an Grossbritannien.

Dem Team um Captain Giulia Steingruber, Ilaria Käslin, Caterina Barloggio, Stefanie Siegenthaler und Thea Brogli blieb der vierte Platz, sie distanzierten aber immerhin die Konkurrenz aus Italien, Rumänien, Ungarn und Deutschland. Und so konnte Rang 4, bei anderer Gelegenheit eine undankbare Klassierung, für die Schweizer Turnerinnen als Erfolg gewertet werden: Noch nie hatte ein Frauenteam bei einer EM besser abgeschnitten.

Die Französinnen überzeugten mehr

Der Ausgang des Wettkampfs zeichnete sich früh ab, denn den Schweizerinnen geriet der Auftakt nicht nach Mass. Am Barren stürzte Ilaria Käslin, die in der Qualifikation noch fehlerfrei geblieben war, und am Schwebebalken musste erneut Giulia Steingruber zu Boden. Immerhin vermied die St. Gallerin einen zweiten Sturz gerade noch, weshalb letztlich ein Sturz weniger in die Wertung einfloss als noch am Donnerstag.

Es folgten der Boden und Sprung, die beiden stärkeren Geräte des Teams von Cheftrainer Zoltan Jordanov –trotzdem gelang es ihnen nicht, den zuvor eingehandelten Rückstand noch wettzumachen. Die Französinnen, die in der Qualifikation ebenfalls mehrere Stürze zu verschmerzen hatten, zeigten im Final einen deutlich besseren Wettkampf, überzeugten mehr und sicherten sich die Bronzemedaille.

Immerhin dürfte den Schweizerinnen ihr Mut für die Gerätefinals vom Sonntag machen. Steingrubers Bodenübung war noch eine Spur besser als in der Qualifikation, sie ist so an diesem Gerät genau wie am Sprung Favoritin auf Gold. Käslin wiederum bewies am Balken erneut ihre Nervenstärke und könnte im Final ebenfalls zuschlagen.

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