Zum Hauptinhalt springen

Mickelson schlägt Woods und kassiert 9 Millionen

In der Nacht auf Samstag ging eine verrückte Golfrunde über die Bühne – mit zwei verkabelten Spielern, einem immensen Preisgeld und privaten Wetten der Golfer.

Tiger Woods und Phil Mickelson umarmen sich nach einem Spiel, das die Golfwelt nicht wegen seinem Niveau begeisterte und zumindest einem der beiden eine ganz nette Summe einbrachte.
Tiger Woods und Phil Mickelson umarmen sich nach einem Spiel, das die Golfwelt nicht wegen seinem Niveau begeisterte und zumindest einem der beiden eine ganz nette Summe einbrachte.
AP Photo/John Locher
Ja, da ist der Tiger wohl schon etwas eifersüchtig. Es ist ihm auch nicht zu verübeln, bei dem Geldhaufen, den der Sieger Mickelson nach «The Match» nach Hause nimmt. Der Amerikaner gewinnt beim gross inszenierten Duell neun Millionen US-Dollar.
Ja, da ist der Tiger wohl schon etwas eifersüchtig. Es ist ihm auch nicht zu verübeln, bei dem Geldhaufen, den der Sieger Mickelson nach «The Match» nach Hause nimmt. Der Amerikaner gewinnt beim gross inszenierten Duell neun Millionen US-Dollar.
AP Photo/John Locher
Das Duell der beiden Golf-Superstars wurde im Vorfeld gross inszeniert und nur auf Pay-TV-Stationen ausgestrahlt. Wie bei einem Boxkampf versuchten Mickelson und Woods sich auf einer Pressekonferenz anzustarren. Sie brachen in Gelächter aus.
Das Duell der beiden Golf-Superstars wurde im Vorfeld gross inszeniert und nur auf Pay-TV-Stationen ausgestrahlt. Wie bei einem Boxkampf versuchten Mickelson und Woods sich auf einer Pressekonferenz anzustarren. Sie brachen in Gelächter aus.
Steve Marcus/Las Vegas Sun via AP
1 / 5

Im Vorfeld des Golfduells zwischen den Golf-Stars Phil Mickelson und Tiger Woods war schlicht und einfach von «The Match» die Rede. Auf dem Shadow Creek Golf Course in Las Vegas spielten die beiden Golfer um nicht weniger als 9 Millionen US-Dollar – in bar. Vor dem Duell liessen sich die Kontrahenten mit dem Geldberg ablichten. So wurde «das Spiel» inszeniert.

Schliesslich räumte Mickelson ab. Er gewann in der Verlängerung, nach 18 Löchern und den drei Extralöchern war er mit Woods noch gleichauf. Die Zuschauer sahen kein grossartiges Spiel und keine allzu spektakulären Schläge. Aber sie bekamen ein spannendes Finish geboten und wurden auch sonst ganz gut unterhalten. Um 2 Uhr morgens (MEZ) endete das Spiel, in Las Vegas unter Flutlicht nach fünf Stunden.

Doch nicht nur das hohe Preisgeld und das direkte Duell zweier Golfer machten den Event aussergewöhnlich. Beide Golfer und ihre Caddies waren verkabelt. Der Zuschauer konnte jedes Wort hören. So auch die Nebenwetten der beiden Golfer. Gleich zu Beginn kündigte Mickelson einen Birdie an, also ein Eins-unter-Par am ersten Loch. «I'm in», sagte Woods und schlug ein. Der Wetteinsatz: 200'000 Dollar. Mickelson musste nach seiner Par-Runde zahlen. Die Golfer zockten mit ihrem privaten Geld, alle Einsätze gehen an wohltätige Organisationen. Schlussendlich kamen so 800'000 Dollar zu Stande.

Wie vor einem Boxkampf

19 Major-Titel haben die beiden gemeinsam. 14-mal konnte Tiger Woods ein Major-Turnier für sich entscheiden, fünfmal ging Phil Mickelson als Sieger hervor. Die Rivalität zwischen den Beiden erreichte Anfang der 2000er-Jahren ihren Höhepunkt. Beide waren damals an der Weltspitze, oftmals hatte Woods die Nase vorne. Heute sind beide immer noch auf der PGA-Tour unterwegs, doch sie sind älter geworden, die Konkurrenz ist stärker geworden und die Rivalität nicht mehr so gross wie früher.

Das konnte die beiden Golfer nicht davon abhalten, an der Pressekonferenz wie zwei Boxer aufzutreten. Oder besser, zumindest versuchten sie es. An der PK wollten sich beide tief in die Augen schauen, so wie es Boxer vor den Kämpfen tun. Doch nach wenigen Augenblicken mussten beide anfangen zu lachen. Das Duell der Golf-Top-Verdiener sollte eine Show werden und die Fans die Partie im Pay-TV kaufen.

Aber auch der Golfsport könnte davon profitieren. So kam das Duell als lockere Unterhaltung daher. Es ging für Golfverhältnisse zackig vorwärts und auch die TV-Experten sorgten für Stimmung. Der Schauspieler Samuel L. Jackson und der ehemalige NBA-Star Charles Barkley sorgten für die nötige Portion Humor. Doch vor allem die Mikrophone machten die Golfpartie zum Erlebnis. Die Gespräche zwischen den Golfern oder mit ihren Caddies zu hören, gibt dem TV-Zuschauer neue Einblicke – man ist hautnah dabei.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch