Meisterliches Minerva im Derby

Futsal Minerva liess Mobulu Futsal keine Chance. Es war das erste Mal, dass der amtierende Meister das Berner Duell für sich entscheiden konnte.

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Im vierten Spiel der neu gegründeten Swiss Premier Futsal League trafen mit Mobulu Futsal und Futsal Minerva die beiden Berner Vertreter aufeinander. Beide Teams waren mit nur einem Sieg aus drei Partien bescheiden in die neue Saison gestartet, entsprechend entschlossen gingen sie zur Sache. Minerva, das beste Schweizer Futsal-Team der vergangenen Saison, ging durch Thiago Melo früh in Führung. Mobulu war zwar in den Folgeminuten die spielbestimmende Mannschaft, vermochte den Minervaner Abwehrriegel aber nicht zu knacken. «Wie haben defensiv sehr solid gespielt und Mobulu kaum Torchancen zugelassen», analysierte Yves Mezger treffend.

«Das kann auch nach hinten losgehen»

Nach einem unglücklichen Eigentor von Felipe Gomes stand es 2:0, nach einem Prellball zwischen Melo und Goalie Rohner, der den Weg auf kuriose Weise ins Mobulu-Tor fand, führte die Mannschaft von Marcos Lopez bereits mit drei Toren. Der Torschütze konnte sich ob seines zweiten persönlichen Treffers allerdings nicht freuen; zu gross war der Schmerz über den in dieser Aktion erlittenen Bänderriss. «Er wird uns für mindestens sechs Wochen fehlen», bedauerte Captain Fabio Santona Melos verletzungsbedingten Ausfall.

Zur Pause führte Minerva bereits mit 5:0, und die Frage nach dem Sieger war längst beantwortet. Die Höhe des Sieges sei allerdings nicht allzu repräsentativ: «Mobulu hat nach der Pause den Goalie durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzt, und das kann halt auch nach hinten losgehen», sagte er.

Viele Internationale bei Minerva

Minerva hatte diese Erfahrung am vergangenen Wochenende gemacht, als die Berner gegen die Maniacs aus Wettingen mit 2:10 untergingen. Nach dieser Klatsche gab es eine Aussprache zwischen Führungsspielern, dem Trainer und dem Präsidenten. «Wir haben uns nach dem Meistertitel in den ersten Saisonspielen selber zu sehr unter Druck gesetzt.

Das hat uns nicht nur gehemmt, sondern uns fast ein wenig die Freude am Spiel genommen», sagte Mezger, der auch der Schweizer Futsal-Nationalmannschaft angehört. Insgesamt stellt Futsal Minverva fünf Internationale, so viel wie kein anderes Team.

Mezgers Probleme mit dem FCB

Mezger erlebt zurzeit (auch) beim FC Breitenrain eine turbulente Zeit. Beim kriselnden Quartierverein, der in der 1. Liga Promotion gegen den Abstieg kämpft, scheint der linke Aussenverteidiger auf einmal nicht mehr erwünscht zu sein. «Mir wurde mitgeteilt, dass ich mir einen anderen Verein suchen könne», erzählt er enttäuscht. Sein Futsal-Engagement ist dem Verein ein Dorn im Auge: «Wir trainieren drei- bis viermal pro Woche», erklärt Mezger, «da ist es klar, dass es terminlich zu Überschneidungen kommt.»

Der langjährige YB-Nachwuchsspieler, der den Könizer Anto Franjic dazu motivieren konnte, die Hallenfussballschuhe ab sofort für Futsal Minerva zu schnüren, will aber nicht über den Verein herziehen, mit welchem er vor Jahresfrist den Aufstieg feierte. Lieber spricht er über die Erfolge mit Minerva: «Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, das Derby erstmals zu gewinnen.» Die Mission Titelverteidigung könne wieder mit mehr Selbstvertrauen in Angriff genommen werden.

Der Bund

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