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Jetzt spricht Sterling

Er verbot seiner Freundin, Dunkelhäutige an NBA-Spiele mitzunehmen – und musste später für seine rassistischen Äusserungen büssen. Nun kriecht Clubbesitzer Donald Sterling zu Kreuze.

Erstmals seit seiner lebenslangen NBA-Sperre wegen rassistischer Äusserungen hat sich Clubbesitzer Donald Sterling zu dem Skandal geäussert und um Verzeihung gebeten. «Ich habe einen schrecklichen Fehler gemacht. Ich bin hier um mich zu entschuldigen», erklärte der 80-Jährige in einem Interview des TV-Senders CNN, das gestern ausgestrahlt wurde. «Ich bin kein Rassist», fügte er hinzu.

Sterling hatte in einem Telefonat mit seiner Freundin V. Stiviano Dunkelhäutige verunglimpft und ihr verboten, sie zu Spielen seines Clubs, der Los Angeles Clippers, mitzubringen. Ein Mitschnitt des Gesprächs wurde dem Internetportal TMZ zugespielt. Der Fall schlug in den US-Medien hohe Wellen, selbst Präsident Barack Obama schaltete sich ein und verurteilte Sterlings Aussagen als «unglaublich beleidigend und rassistisch».

Die NBA reagierte prompt und sprach Ende April neben der lebenslangen Sperre eine Geldstrafe von 2,5 Millionen Dollar (rund 1,8 Millionen Euro) gegen Sterling aus. Andere Clubbesitzer drängte NBA-Chef Adam Silver zudem dazu, den Geschassten per Abstimmung zum Verkauf seiner Spitzenmannschaft zu zwingen.

«Ich weiss nicht, warum ich bestraft werden sollte»

Sterling besitzt die Los Angeles Clippers bereits seit 1981. Er habe mit einer öffentlichen Entschuldigung gewartet, weil er «emotional verstört» gewesen sei und nicht gewusst habe, wie er seinen Fehler wiedergutmachen könne, sagte er in dem CNN-Interview weiter. Aber er liebe die Liga, seine Partner und glaube, dass er nach mehr als drei Dekaden als Clubbesitzer das «Recht auf einen Fehler» habe.

In einem Interview des TV-Senders ABC News hatte sich zuvor seine von ihm getrennt lebende Frau Shelly zu Wort gemeldet. Es ging um ihre Anteile von 50 Prozent, die sie am Club ihres Mannes hält und die sie zu verlieren droht, sollte er zum Verkauf der Mannschaft gezwungen werden. Sie werde um ihre Clippers-Anteile kämpfen, erklärte Shelly Sterling. «Ich weiss nicht, warum ich für seine Aktionen bestraft werden sollte.»

Doch NBA-Sprecher Mike Bass erteilte dem Ansinnen eine Absage. Wenn die Anteile des Haupteigners per Dreiviertelvotum aberkannt würden, schliesse dies laut Statuten der Liga sämtliche Anteile anderer Eigner automatisch mit ein, sagte er.

AP/chk

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