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«Ich dachte, ich hätte gewonnen»

Manny Pacquiao ist vom einstimmigen Verdikt der Ringrichter für den Sieg von Floyd Mayweather enttäuscht. Und nicht nur er.

Der «Kampf des Jahrhunderts» liefert auch nach dem einstimmigen Sieg nach Punkten durch Floyd «Money» Mayweather Jr., seinem 48. in ebensovielen Kämpfen, reichlich Diskussionsstoff. Bei weitem nicht alle sind mit dem Entscheid der Kampfrichter einverstanden, angefangen beim Verlierer des Abends, Manny Pacquiao: «Ich dachte, ich hätte gewonnen. Im Hotel werde ich mir das Video nochmals anschauen müssen, um zu sehen, was passiert ist.» Der 36-Jährige ging später sogar noch einen Schritt weiter, sagte: «Ich denke, dass ich den Fight hätte gewinnen müssen. Floyd hat nichts gemacht. Er war sicher nicht übermächtig stark.»

Anders sah das natürlich Mayweather: «Ich war der Intelligentere von uns beiden, Manny war zeitweise etwas ungeschickt.» Gleichzeitig unterstrich er seine «Geduld». Doch, etwas ungewohnt, hatte «Money» auch lobende Worte für seinen Widersacher übrig, den er nach wie vor als einen Champion sieht: «Ich musste alles geben, ich weiss jetzt, warum Manny Pacquiao so berüchtigt ist.»

Gründe ausserhalb des Rings sah Pacquiaos Promoter Bob Arum, der sich darüber aufregte, dass dem 36-Jährigen kurz vor dem Kampf entzündungshemmende Spritzen für seine lädierte Schulter verweigert wurden. «Diese Entscheidung hat den Ausgang des Kampfes beeinflusst», polterte Arum. Pacquiao habe ab der dritten Runde Schmerzen verspürt und gab deshalb an: «Wegen meiner Schulter konnten wir nicht so kämpfen, wie wir das ursprünglich wollten.»

Der «wandelnde Widerspruch»

Bereits wird spekuliert, ob es zu einem Rückkampf kommen soll. Doch Chris Mannix, Boxexperte bei «Sports Illustrated» glaubt daran so wenig, wie an ein baldiges Karriereende von Mayweather, den er als «wandelnden Widerspruch» bezeichnet: «Bitte nicht noch ein Kampf zwischen den beiden. Wir hatten den jetzt, und damit ist auch genug.»

Der Underdog: Pacquiao hatte dafür das Publikum auf seiner Seite. (2. Mai 2015)
Der Underdog: Pacquiao hatte dafür das Publikum auf seiner Seite. (2. Mai 2015)
Steve Marcus, Reuters
Der «Pacman» boxte insgesamt offensiver und begeisterte das Publikum mit seinen schnellen Schlagkombinationen. (2. Mai 2015)
Der «Pacman» boxte insgesamt offensiver und begeisterte das Publikum mit seinen schnellen Schlagkombinationen. (2. Mai 2015)
Al Bello/Getty Images, AFP
Der grösste Fight der Boxgeschichte zog einige Prominenz an: Neben Beyoncé Knowles und Partner Jay-Z....
Der grösste Fight der Boxgeschichte zog einige Prominenz an: Neben Beyoncé Knowles und Partner Jay-Z....
Al Bello/Getty Images, AFP
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Mayweather selber kündigte an, seine Weltmeistertitel in naher Zukunft niederlegen zu wollen, bezeichnete sich selber als «nicht habgierig». Im September will er seinen letzten Kampf austragen und dort den Rekord von Rocky Marciano (49 Siege) egalisieren.

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