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Handyfilme statt Super 8

Beim Espresso erzählt Bruno von seinem Besuch im FCZ-Museum.

Bruno legt Luca die Wochentipp-Beilage seiner Lieblingszeitung auf den Bistrotisch neben die beiden Espressi, auf das Gipfeli verzichten sie, Luca, weil er weiterhin seriös für die 42 Kilometer in New York trainiert, Bruno aus Rücksichtnahme, er will seinen Freund nicht in Versuchung bringen. «Ich war am Samstag im Museum», sagt Bruno, «rate mal, in welchem.»

Luca studiert die Seite mit den Museen der Stadt, er schaut lange darauf, findet keinen Künstler, von dem er weiss, dass Bruno diesen auch verehrt. «Ich habe mich sehr amüsiert», will ihm Bruno einen Tipp geben, Luca entgegnet, dann könne es nicht die Ausstellung im Kunsthaus von Jenny Saville und Egon Schiele sein, die zeigten Bilder als ein menschliches Wesen, das nichts zu lachen habe, selbst beim Sex mehr müde Melancholie als belebende Lust verspüre, wie er kürzlich in seiner Zeitung gelesen habe.

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