Geben Berner Unihockey-Teams auch im Playoff den Ton an?

In den heute Freitag beginnenden Playoff-Viertelsfinals hat Floorball Köniz das leichteste Los, Serienmeister Wiler-Ersigen bekommt es mit dem unbequemen Malans zu tun.

Für einmal heisst der Tabellenerste nich Wiler-Ersigen, sondern Floorball Köniz.

Für einmal heisst der Tabellenerste nich Wiler-Ersigen, sondern Floorball Köniz.

(Bild: Thomas Hodel)

Ruedi Kunz

Der Tabellenerste eröffnet am Freitagabend das diesjährige Playoff. Und der heisst für einmal nicht Wiler-Ersigen, sondern Floorball Köniz. Die Vorstädter drückten der regulären Saison in beeindruckender Manier den Stempel auf. Seit dem 10. Oktober des letzten Jahres hat kein Gegner mehr das Team von Coach René Berliat bezwingen können. Fast alles spricht dafür, dass die Könizer am heutigen 26. Februar ein kleines Jubiläum feiern können: Starten sie vor eigenem Publikum erfolgreich in die Viertelfinal-Serie gegen die Kloten Bülach Jets, so ist das der 20. Sieg in Serie. Die Fakten (Anzahl Punkte, Torverhältnis) sprechen eine glasklare Sprache: Floorball hat 57 Punkte, Kloten Bülach weniger als die Hälfte (22 Punkte); Köniz weist ein Torverhältnis von plus 85 auf, der Achtklassierte minus 61.

Die haushohen Favoriten geben sich alle Mühe, den Ball flach zu halten vor dem ungleichen Duell. «Wer nun denkt, diese Serie werde zum Selbstläufer für Floorball Köniz, der sei gewarnt: In den letzten beiden Playoffserien (beide gegen den SV Wiler Ersigen) konnten die Jets jeweils eine Partie für sich entscheiden, andere gingen nur äusserst knapp und teilweise erst nach Verlängerung verloren», verkündet der Verein auf ­seiner Homepage. Ein bisschen gar viel Understatement bei den Dominatoren der regulären Saison, was aber an der Ausgangslage nichts ändert: Köniz wird sich mit grosser Wahrscheinlichkeit auf dem schnellsten oder zweitschnellsten Weg für den Halbfinal qualifizieren.

Wiederholung des Finals 2015

Etliches mehr an Spannung und Ausgeglichenheit verspricht die Serie zwischen dem zweitklassierten SV Wiler-Ersigen und Alligator Malans (7. Platz). Die beiden Team, die im letzten Frühling den ersten Superfinal bestritten, haben in dieser Saison sehr Unterschiedliches erlebt. Während die Alligatoren interne Turbulenzen erschütterten, war Wiler-Ersigen trotz mehreren Abgängen in ruhigem Gewässer unterwegs. Anfang Oktober verlangten die Unteremmentaler im Champions-Cup-Final der weltbesten Mannschaft aus Falun alles ab (2:3-Niederlage). Danach trat der langjährige Teamleader Adrian Zimmermann zurück und wurde der Einbau von Nachwuchsleuten weiter vorangetrieben. Die Integration von unerfahrenen Kräften mag ein paar Punkte gekostet haben, dennoch gilt wie in all den Jahren zuvor: Wenn das Playoff beginnt, ist der Serienmeister parat.

Sehr offen präsentiert sich die Ausgangslage zwischen Rychenberg Winterthur und den Tigers Langnau. Die Tigers haben nach 22 Runden fünf Punkte weniger auf ihrem Konto als der Tabellennachbar aus Winterthur. Gut möglich, dass die Tagesform und die Goalies in dieser Serie entscheidende Faktoren sind. Leichte Vorteile haben die Emmentaler in der Offensive, wo sie hinter Köniz den zweiten Platz belegen (166 Tore). Andererseits sind die Rychenberger äusserst unbequeme Kontrahenten.

Der Bund

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt