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Die Verfluchten des Sports

Von Doping bis Korruption – fast alle Skandale der letzten Jahre kamen dank Whistleblowern ans Licht. Dankbar ist der Sport diesen Insidern nicht. Sie gelten oft gar als Verräter.

Sogar Hollywood hat die Bedeutung von Whistleblowern mittlerweile erkannt. Die Macher des Missbrauchsdramas «Spotlight» erhielten den Oscar für den besten Film 2016. Die wahre ­Geschichte basiert auf Informationen von Insidern. Der Sport hingegen, ­obschon immer wieder von Skandalen durchgeschüttelt, die Whistleblower auslösten, hält seine «Pfeifenbläser» klein – auch im ­aktuellsten Fall. Da soll ein Londoner Arzt rund 150 Topathleten gedopt ­haben, wie ein früherer Kunde berichtete (TA von gestern). Von der zuständigen Anlaufstelle aber, der britischen Anti-Doping-Agentur, wurde er vertröstet. Erst als sich der Whistleblower an die Medien wandte und diese ihre Recherchen am Wochenende veröffentlichten, erkannte die ­Behörde ihre Unprofessionalität.

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