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Die späte, aber logische Olympia-Verschiebung

Die Sommerspiele in Tokio werden erst 2021 stattfinden – es ist ein Entscheid, der reichlich spät kam.

MeinungChristian Brüngger

Am Schluss rasten die olympischen Funktionäre für ihre Verhältnisse regelrecht: Am Sonntag gaben sie sich noch vier Wochen, bis sie über eine mögliche Verschiebung der Sommerspiele vom Juli kommunizieren wollten. Nun haben sie zusammen mit den japanischen Gastgebern diese Verschiebung auf 2021 schon am Dienstagnachmittag ausgesprochen.

Sie ist angesichts der globalen Krise, welche die Corona-Pandemie auslöste, schlicht logisch. Denn immer klarer wurde in den vergangenen Tagen, dass das «Fest der Jugend» niemals hätte im normalen Setting ablaufen können, wenn es das IOK in diesem Sommer durchgezwängt hätte.

Seit dem Wochenende aber prasselten die Verschiebungsforderungen auf das abwartende IOK regelrecht ein: Athleten, nationale olympische Verbände und Sportverbände sprachen sich mit Vehemenz für eine Verschiebung aus – und für eine möglichst rasche Kommunikation, um alle Olympiabeteiligten endlich zu erlösen, allen voran natürlich die Athleten.

Bach musste nachziehen

IOK-Präsident Thomas Bach, eigentlich ein Meister der Strategie, erkannte darum immer klarer, dass er seine Leaderrolle zum Thema eingebüsst hatte. Und als IOK-Doyen Dick Pound dann bereits am Montag den Entscheid des IOK ausplauderte und folglich vorwegnahm – oder wars ein taktisches Manöver der Herren der Ringe? –, musste Bach ganz einfach nachziehen.

Damit haben alle Beteiligten endlich die erhoffte Gewissheit und können erst einmal durchatmen – ehe es nach dem Ablaufen der Pandemie in den zweiten Olympia-Aufbau geht.

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