Das Signal an die Gegner

Floorball Köniz behauptet die Führung in der NLA. Im Spitzenkampf kann auch GC mit Superstar Kim Nilsson die Berner nicht stoppen.

Michael Dumauthioz im Duell mit GC-Spieler Thomas Grueter.

Michael Dumauthioz im Duell mit GC-Spieler Thomas Grueter.

(Bild: Thomas Hodel)

Floorball Köniz ist auf Kurs. In der Doppelrunde am Wochenende konnten die Könizer ihre Siegesserie auf zehn Spiele ausbauen. Ein grosses Spektakel fand am Samstag statt. Der Grasshopper Club Zürich verlor beim Gastspiel in Köniz 8:9 in der Verlängerung. 1046 Zuschauer fieberten in der Sporthalle Weissenstein mit den Mannschaften mit.

Viele Tore gehören zum Unihockey wie das Quietschen der Turnschuhe auf dem Hallenboden. Trotzdem war das Duell zwischen dem Leader der NLA und dem Tabellendritten nichts für schwache Nerven. Nach vier Minuten lagen die Gäste 3:0 in Führung. Sieben Minuten später glich Emanuel Antener zum 3:3 aus. In der Folge hatte Köniz die Nase vorne, musste aber auch drei Gegentreffer in Kauf nehmen. Fünf Minuten vor Spielende glich GC, der mehrheitlich nur mit zwei Linien spielte, zum 7:7 aus.

Mit Anbruch der zweitletzten Minute, nur fünf Sekunden nach ihrem Timeout, gingen die Berner wiederum 8:7 in Führung. Kurz vor Ablauf derselben Minute erzielte Kim Nilsson den erneuten Ausgleich. Nilsson, der schwedische Superstar des GC, vermochte dem Spiel seinen Stempel nicht aufzudrücken. Mit einem Salär von rund 100'000 Franken pro Jahr ist er der teuerste Unihockeyspieler der Welt.

«Das gibt es so sonst nicht im Uni-hockey», sagt Köniz-Trainer René Berliat, der auch ohne Profi im Team bisher eine erfolgreiche Saison absolviert. Nilsson assistierte zweimal Mitspieler Nico Scalvinoni und erzielte das 8:8 mit einem strammen Schuss aus der zweiten Reihe. Ansonsten hatte das Team aus Köniz den Profi im Griff. Matchwinner war ein Anderer, nämlich Manuel Maurer von Floorball Köniz, der in der Verlängerung das Golden Goal erzielte und sich bereits in der regulären Spielzeit drei Treffer gutschreiben lassen konnte.

Obwohl Köniz Zuhause weiterhin ungeschlagen ist, war Trainer Berliat nach Spielschluss «eher unzufrieden». Er sei immer auf ein solches Spektakel vorbereitet, «aber wir hätten heute drei Punkte holen müssen. Wir hatten viel mehr hochkarätige Chancen.» Nach Ausreden suchte der 47-Jährige nicht. «Wir sind selbst schuld. Aber die Leistung an sich war gut.»

Generell stimmen die Leistungen in dieser Saison. Die bisher erfolgreiche Qualifikation erklärt Berliat mit der Konstanz. Diese schlägt sich in den Resultaten nieder. Erst in einer Partie gegen UHC Alligator Malans gab es keine Punkte für Köniz. Ein weiterer Faktor ist die Ausgeglichenheit der drei Linien, die Berliat einsetzt. Er fügt an, dass dazu noch sehr gute Ersatzspieler bereit stehen würden. «Wir wissen, dass wir gut sind und hatten deshalb schon vor dem Saisonstart viel erwartet», sagt Berliat.

Karten werden neu gemischt

Den hohen Erwartungen werden die Könizer gerecht. Nach dem gestrigen 10:3-Derby-Sieg gegen UHC Thun feiert Köniz Weihnachten als Leader. Sieben Runden sind noch zu spielen bis zu den Playoffs, die Köniz auch rechnerisch nicht mehr verpassen kann. Dort werden die Karten neu gemischt. «Wir haben den Anspruch, ein Spitzenteam zu sein», hält Berliat fest. Um diesen Anspruch zu unterstreichen, sei es wichtig, auch jetzt gute Leistungen zu bringen. «Ob wir am Ende der Qualifikation auf dem ersten oder zweiten Rang stehen, spielt keine grosse Rolle», sagt der Trainer, «es geht darum, den Gegnern ein Signal zu senden.»

DerBund.ch/Newsnet

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