Cancellara schwimmt und läuft jetzt auch

Der Ex-Radprofi engagiert sich bei einer neu lancierten Triathlon-Serie, die im September in Rorschach erstmals stattfindet.

Macht auch in Laufschuhen eine gute Figur: Cancellara Ende 2016 am Superzehnkampf im Hallenstadion.

Macht auch in Laufschuhen eine gute Figur: Cancellara Ende 2016 am Superzehnkampf im Hallenstadion.

(Bild: Keystone)

Emil Bischofberger@bischofberger

Fabian Cancellara engagiert sich für Projekte, die ihn begeistern. So stieg er bereits im vergangenen Jahr beim Start-up Omata ein, das einen Velocomputer mit analoger Geschwindigkeitsanzeige auf den Markt bringen will.

Nun folgt der nächste Schritt in seiner Karriere nach dem Radsport: Er engagiert sich für das Triathlonformat Tristar. Dieses war einst vom Österreicher Georg Hochegger entwickelt worden. Von 2009 bis 2012 waren 25 Events ausgetragen worden. Der Kern des Formats ist die Konzentration auf die Radstrecke, welche bezüglich Distanz viel klarer dominiert als etwa beim Ironman-Format (3,8 km Schwimmen/180 km Radfahren/42 km Laufen) und bei der olympischen Distanz (1,5/40/10). Bei Tristar lässt sich die findige Formel auf eine Zahl herunterbrechen. Beim Tristar 55,5 heisst das 0,5 km Schwimmen, 50 km Radfahren und 5 km Laufen. Der Tristar 111 geht doppelt so weit.

Über beide Distanzen gibt Tristar Anfang September in Rorschach am Bodensee ein Comeback. Mit dabei wird auch Cancellara sein – zusammen mit dem Erfinder Hochegger und seinem Manager Armin Meier, der den Event vermarktet. Cancellara dagegen will nicht nur als Botschafter dabei sein, sondern sich auch darüber hinaus engagieren. In der Organisation, aber auch als Teilnehmer. «Das Schwimmen ist die einzige Disziplin, die mir nicht so liegt. Aber 500 Meter sind machbar, und Joggen ist kein Problem für mich», sagt er. Die Velolastigkeit des Formats war es, die ihn ansprach, neben seinem generellen Interesse am Triathlon.

«Triathlon war seit längerer Zeit bei mir auf dem Radar»

Durch sein Engagement bei der Laureus-Charity lernte er in der Vergangenheit auch schon die Hawaii-Sieger Jan Frodeno und Daniela Ryf kennen. Und Nicola Spirig hatte er bereits an den Sports Awards Ende 2016 versprochen, nach dem Rücktritt einmal ihren Sport auszuprobieren. «Das Format hat national und international Potenzial», findet der Berner und will bei seinen bekannten Athletenkollegen dafür werben. «Triathlon war seit längerer Zeit bei mir auf dem Radar, da es im Hobbybereich wie der Radsport sehr stark boomt», sagt er.

Bis zum Ironman wird er es aber kaum je bringen: «Ich mache das ‹just for fun›, werde mich nicht 100 Prozent vorbereiten. Das muss ich nicht mehr.»

DerBund.ch/Newsnet

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