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Beachvolleyball: Wiedergutmachung im Oberland

Am Dienstag beginnt das Major-Series-Turnier der Beachvolleyballer in Gstaad. Gleich drei offene Rechnungen gibt es für die Schweizer Duos zu begleichen.

Olympia im Fokus: Das Turnier in Gstaad dient Nadine Zumkehr (vorne) und Joana Heidrich als wertvolle Standortbestimmung.
Olympia im Fokus: Das Turnier in Gstaad dient Nadine Zumkehr (vorne) und Joana Heidrich als wertvolle Standortbestimmung.
Peter Schneider, Keystone

Der Anlass im Berner Oberland ist für die Schweizer Athletinnen und Athleten jedes Jahr ein Highlight. Entsprechend motiviert gehen sie den Event der höchsten Turnierserie jeweils an.

Letztes Jahr endete dies für sämtliche einheimischen Duos mit einer Enttäuschung. Kein einziges Tandem kam über die Sechzehntelfinals hinaus. Es war das schwächste Schweizer Abschneiden am Gstaader Heimturnier seit der WM 2007.

Aber nicht nur wegen der schlechten Resultate aus dem Vorjahr haben die Schweizer noch etwas gutzumachen. Denn auch beim letzten Auftritt auf heimischem Boden, an der EM in Biel im Mai, schnitten sie unter den Erwartungen ab.

Davor hatten die Frauenduos auf der World Tour überzeugt, Isabelle Forrer/Anouk Vergé-Dépré unter anderen mit einem Turniersieg (in Xiamen) und einem 4. Rang (in Fuzhou), Joana Heidrich/Nadine Zumkehr mit einem Turniersieg (in Sotschi) und einem 3. Rang (in Fuzhou). Sie reisten deshalb als Medaillenkandidaten an den Bielersee, am Ende schaute für beide Duos aber nur Platz 9 heraus.

Forrer/Vergé-Dépré und Heidrich/Zumkehr konnten die Resultate insofern verschmerzen, als sie sich trotzdem souverän für die Olympischen Spiele qualifizierten. Nach dem Abschluss der Qualifikationsphase gilt der Fokus nun Rio; einen Monat vor dem Saison-Highlight dient Gstaad als wertvolle Standortbestimmung.

Olympia ist auch in Gstaad ein bestimmendes Thema, denn am Samstagabend nimmt der Internationale Volleyball-Verband in Gstaad die Gruppenauslosung für das Olympia-Turnier vor.

Betschart/Hüberli im Hoch

Mit Nina Betschart/Tanja Hüberli (an der EM ebenfalls 9.) überzeugte zuletzt ein drittes Schweizer Frauenteam. Das Duo mit der Zentralschweizer Nachwuchshoffnung und der EM-Zweiten von 2014 schaffte zuletzt im polnischen Olsztyn und im kroatischen Porec zweimal den Sprung in die Viertelfinals eines Grand Slams. Betschart/Hüberli haben einen Lauf. Auch sie sind derzeit gut genug, um eine der offenen Rechnungen zu begleichen.

Die dritte offene Rechnung zu begleichen haben die Schweizer Männer. Mirco Gerson/Philip Gabathuler und Nico Beeler/Alexei Strasser verpassten die Qualifikation für Rio, zuerst via die Weltrangliste, im Juni auch via den Continental Cup. In Gstaad müssen sie aber als Heimteams nicht durch die Qualifikation und profitieren zudem von besseren Setzpositionen. Es liegt an ihnen zu beweisen, dass sie besser sind als der Ruf, der ihnen im Moment vorauseilt.

Zehn Schweizer Teams

Ziehen sich kurzfristig keine Teams zurück, dann schickt Swiss Volley total zehn Teams ins Rennen, wobei bei den Männern und bei den Frauen je drei im Hauptfeld antreten sowie je zwei weitere Duos die Qualifikation bestreiten.

Das Hauptturnier der Frauen beginnt am Mittwoch, jenes der Männer am Donnerstag. Gespielt wird zuerst in Vierergruppen. Drei Teams pro Gruppe kommen weiter, wobei sich der Sieger direkt für die Achtelfinals qualifiziert. Die Gruppenzweiten und -dritten bestreiten zuerst die Sechzehntelfinals.

SDA/sda

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