Tschechischer «Abwehrturm» für BSV Bern Muri

Handball

Der 2,04 m grosse und 115 kg schwere Martin Prachar soll mit Masse und Erfahrung die Defensive verstärken. Mit ihm wollen die Berner in die Playoff-Halbfinals.

Martin Prachar. (zvg)

Martin Prachar. (zvg)

Eigentlich hatte der BSV Bern Muri bereits im April vermeldet: «Kader komplett». Doch hinter den Kulissen ging die Suche nach einem gross gewachsenen und erfahrenen Verteidigungsspieler auf Wunsch von Trainer Alex Milosevic weiter. Fündig wurde man in Dänemark, wo schon Pelle Larsen, der bisherige Kreisläufer, herkam – und wohin dieser den BSV auch wieder verlassen hat. Nachdem TM Tonder sein Saisonziel, den Aufstieg in die höchste dänische Spielklasse, nicht erreicht hatte, vermochte der Club Martin Prachar (31) nicht mehr zu halten. Der 31-Jährige hatte zuvor bereits in Spanien und Rumänien, mit dem HC Banik Karvina (Tsch) sowie mit dem HCM Constanta (Rum) in der Champions League und 32 Mal für die tschechische Nationalmannschaft gespielt.

Mit dem letzten Zuzug ist der BSV nun auf der Kreisläufer-Position gleich dreifach besetzt: Neben dem 21-jährigen Alen Milosevic hatte man bereits Thomas Heer (20) von Suhr Aarau verpflichtet. «Pachar bringt Masse und Aggressivität, wichtig sind aber auch seine Routine und die Vorbildfunktion», sagt BSV-Geschäftsführer Benjamin Echaud und verweist auf die Tatsache, dass der Altersdurchschnitt unter 24 Jahren liegt. Dass die Jungen dadurch nun verdrängt werden, befürchtet er aber nicht. «Wir wollen sie auch einsetzen. Der Trainer wird bestrebt sein, sie zu integrieren.»

Für alle anderen Positionen verfügt der BSV über zwei Spieler – mit einer Ausnahme: Goran Cvetkovic ist im rechten Rückraum allein. «Selbst wenn wir einen zwei Meter grosser Linkshänder, der im Angriff wie in der Deckung gut ist, gefunden hätten, hätte sich dieser wohl in finanziellen Sphären bewegt, die nicht unserem Budget entsprechen», so Echaud. Die Chance, die sich eineinhalb Monate vor dem Start in die neue Saison geboten habe, habe man jedoch packen wollen.

Nach einer Zwischensaison, die man im Hinblick auf die «Vision 2014» einging und dafür auch den 5. Rang in Kauf nahm, will man nun zurück in die Top 4. Dann stünde man in den Playoff-Halbfinals, die auf die kommende Saison wieder eingeführt werden.

Der Bund

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